Zwei Betriebe meldeten Konkurs an. „Käserei Gloggnitz“ und das „S‘Platzl“ schrieben in letzter Zeit keine schwarzen Zahlen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Juli 2021 (04:35)
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Neben dem „S‘Platzl“ musste auch die „Käserei Gloggnitz“ Konkurs anmelden.
Brandtner, Brandtner

Gleich über zwei Gloggnitzer Unternehmen musste dieser Tage der Kreditschutzverband (KSV) von 1870 beziehungsweise der Alpenländische Kreditorenverband berichten. Zum einen die „JS Food Production GmbH“ von Jürgen Seelhofer, die in Gloggnitz das „S’Platzl“ betreibt. Zum anderen ist auch die Gloggnitzer „Käserei“ betroffen.

Beim „S’Platzl“ zeigt man sich über das Verfahren, das von einem Gläubiger angestrebt wurde, mehr als zerknirscht. „Es ist dumm gelaufen“, so Jürgen Seelhofer. Er kann seine Stammgäste aber beruhigen: „Der Betrieb bei uns im ,Platzl‘ wie auch im Bad gehen ungestört weiter.“ Die Tagsatzung ist für 31. August angesetzt.

Ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung wurde über die „Käserei Gloggnitz“ eröffnet. Der Kreditschutzverband berichtet, dass die Passiva mit rund 960.000 Euro beziffert werden und dass rund 30 Gläubiger und aktuell fünf Mitarbeiter davon betroffen seien. Das Unternehmen betreibt am Firmensitz in der Wiener Straße eine Käserei, die sich auf die Herstellung von Käsesorten aus den Balkanländern spezialisiert hat.

Als wesentliche Ursache für diese Insolvenz werden die Pandemie und die einhergehenden behördlichen Schließungen der Gastronomiebetriebe genannt, wo sich die Schuldnerin in den letzten Jahren etabliert hatte. Mit der Aufhebung der Beschränkungen werden wieder steigende Umsätze erwartet und deshalb soll das Unternehmen auch fortgeführt werden, wobei den Gläubigern eine Quote von 20 Prozent angeboten wird. Auch hier ist die Tagsatzung für 31. August angesetzt.