Gemeindeamt-Umbau: Ortschef zog die Bremse. Weil Baukosten explodierten, geht es in Grünbach am Schneeberg zurück an den Start.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 14. Juni 2019 (04:30)
Tanja Barta
Das Gemeindeamt in Grünbach am Schneeberg soll erneuert werden – unter anderem ist ein barrierefreier Zugang notwendig. Das Bauprojekt liegt im Moment aber auf Eis.

Zurück an den Start heißt es für den Umbau beim Gemeindeamt: Weil die Kosten des Entwurfs zu hoch wurden, zog Bürgermeister Peter Steinwender (SPÖ) die Notbremse und schlug dem Gemeinderat vor, die Planung „grundlegend“ zu überdenken, wie er sagt.

Von anfänglichen Baukosten in der Höhe von etwa 400.000 Euro kam man schließlich auf über eine Million Euro, wie Steinwender der NÖN gegenüber bestätigt: Nach vielen Besprechungen mit Mitarbeitern, der Bevölkerung und dem Gemeinderat wurde der Umbau „deutlich aufwendiger als mein erster Entwurf“, wie der Ortschef darlegt.

Wieland
Bürgermeister Peter Steinwender (SPÖ) aus Grünbach am Schneeberg.

Im weiteren Prozess sei es allerdings auch als sinnvoll erachtet worden, das Dachgeschoss auszubauen, womit sich die Kosten abermals erhöhten. Als dann der Gesamtbetrag von über einer Million feststand, sei er gezwungen gewesen, vorerst Halt zu machen, so Steinwender. Was ihm Kritik der ÖVP einbrachte: „Seit 2010 ist das Projekt am Plan. Schade, dass es der SPÖ-Führung nicht gelingt, endlich eine Lösung zu finden“, so Klubobmann Rudi Gruber.

Er setze Projekte „immer sehr gerne rasch um“, reagiert darauf SPÖ-Bürgermeister Peter Steinwender: „Allerdings gehe ich immer erst in die Umsetzung, wenn ich überzeugt bin, dass wir keine bessere Lösung finden können. Das hat der Hauptplatz gezeigt und so wird es auch beim Gemeindeamt sein“, ist er überzeugt. Mittlerweile befinde man sich jedenfalls wieder in der Planungsphase, geht Steinwender ins Detail: „Die Umsetzung wird aus meiner Sicht ohne Genossenschaft stattfinden, weil ich überzeugt bin, dass ich das Vorhaben in Eigenregie günstiger umsetzen kann.“

Anrainer-Widerstände bei „Park der Generationen“

Und auch beim „Park der Generationen“ sei es kurz vor der Umsetzung zu Widerständen von Anrainern gekommen, so Steinwender: „Ich war schon sehr verwundert, wie nach fast fünfjähriger Planungszeit und regelmäßigen Informationen der Widerstand so spät gekommen ist, jedoch sind mir gute, gemeinsame Lösungen wichtig – und ich habe den Anrainern eine Verlängerung der Planungszeit zugesichert“, hofft er, dass demnächst Nägel mit Köpfen gemacht werden können.