Neunkirchen: Dank an die Lebensretter. Zwei Beamte der Stadtpolizei retteten einen Lebensmüden in letzter Sekunde und infizierten sich dabei mit dem Coronavirus. Stadtchef lobte selbstlose Aktion.

Von Christian Feigl. Erstellt am 13. Mai 2021 (04:23)
Stadtamtsdirektor Christof Holzer, Werner Müller, Bürgermeister Herbert Osterbauer, Thomas Proy und Kommandant-Stellvertreter Klaus Degen.
Stadt, Stadt

Dieser Einsatz wird Werner Müller und Thomas Proy von der Stadtpolizei wohl ewig in Erinnerung bleiben: Nicht nur deshalb, weil sie einem Mann in letzter Sekunde das Leben retteten, sondern weil diese Aktion auch persönlich sehr unangenehme Folgen für die beiden Beamten hatte – sie wurden von dem lebensmüden Mann mit Corona angesteckt, die NÖN berichtete.

Schauplatz des Ereignisses am 11. März war die Südbahnüberführung beim Föhrenwald, der sogenannte „Guglhupf“. Dort wollte sich ein Mann auf die Gleise stürzen und war bereits über das Geländer geklettert. Im letzten Moment konnte er zurückgerissen werden. Dabei dürfte es allerdings zur Übertragung der Corona-Viren gekommen sein, der Verlauf der Erkrankung verlief bei den Betroffenen zum Glück einigermaßen glimpflich. Für ihren Einsatz wurden sie nun von ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer geehrt und belobigt. „Für die beiden Kollegen war es vermutlich nur ein selbstverständlicher Einsatz, aber es ist mir ein Anliegen, dieses beherzte und rasche Eingreifen zu würdigen“, so der Bürgermeister bei der Dekretübergabe.