Hermannshöhle: Felsschuppe wurde gesprengt. Aufwendiger Einsatz für die Einsatzkräfte in Kirchberg am Wechsel: Wegen akuter Gefahr mussten im Bereich der Sehenswürdigkeit Sprengarbeiten vorgenommen werden.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 10. Mai 2021 (17:08)

Weil es oberhalb des Abgangsweges der Hermannshöhle zu frischen Abplatzungen am Felsen und zu Steinfall auf den Abwegsweg gekommen ist, veranlasste die Gemeindespitze zunächst eine Sperre des Weges wegen Gefahr in Verzug. Nach Rücksprache und in Abstimmung mit der Freiwilligen Feuerwehr wurde schließlich die Entscheidung getroffen, den Sonderdienst Sprengdienst anzufordern, berichtete die Plattform „Einsatzdoku.at“ am Montagnachmittag in einer Aussendung.

Nach dem Vermessen der Felsschuppe und dem Festlegen der Bohrpunkte wurde bei dem Einsatz, dem auch die Freiwillige Feuerwehr Kirchberg am Wechsel beiwohnte, der Sprengstoffbedarf ermittelt. „Besonderes Augenmerk wurde während all dieser Tätigkeiten auf eventuell nachfallendes Gestein gerichtet und permanent von einem anwesenden Sprengbefugten und einem Höhlenretter beobachtet“, hieß es seitens der Feuerwehrplattform.

Nachdem alle nötigen Vorarbeiten positiv abgeschlossen werden konnten, wurde der Gefährdungsbereich geräumt und gesperrt. „Nach dem ersten Sprengsignal mit dem Signalhorn und der Freigabe durch den Einsatzleiter wurde nach dem zweiten Sprengsignal die Schießleitung mit der Zündmaschine verbunden und mit dem Kommando ,Feuer‘ die Sprengung auf Knopfdruck ausgelöst“, so die „Einsatzdoku“ weiter. Nach Kontrolle der Sprengstelle konnte das dritte Sprengsignal gegeben werden.

Nach der erfolgten Räumung des Abgangsweges kann die Sperre laut „Einsatzdoku.at“ wieder aufgehoben werden – einem Saisonstart des Führungsbetriebes steht damit nichts mehr im Wege.