Vorsicht mit Vorwürfen. Über die Anschuldigungen gegen den TC Seebenstein.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 02. Juli 2019 (01:47)

Es gibt nur wenige Vorwürfe im Sport-Mikrokosmos, die so schwer wiegen wie „Spielmanipulation“ – von ganz oben bis ganz unten, über die Grenzen von Sportarten hinweg. Logisch, dass der TC Seebenstein schwer allergisch darauf reagiert, wenn vom Titelkampf-Konkurrenten solche Behauptungen kommen. Deswegen sei den Kollegen gesagt: Vorsicht mit Vorwürfen dieser Art!

Denn nur aufgrund eines Verdachts, und mag er auch irgendwie begründet sein, den Konkurrenten so anzuzünden, kann schwerwiegende Folgen haben. Der Beschuldigte hat in der Folge alle Hände voll zu tun, die „Anklagepunkte“ zu entkräften – und erleidet dennoch Kratzer in der Reputation. Und für einen Funktionär, der sich so über Tennis-Kollegen äußert, kann eine falsche Aussage die Folge haben, dass er selbst an Glaubwürdigkeit und an Sympathiepunkten verliert.

In dem Fall zwischen Amstetten und Seebenstein ist jetzt der Tennis-Verband am Zug. Durch die Tatsache, dass ein offizieller Schiedsrichter anwesend war, ist die Angelegenheit klar – und sollte in der Folge mit dem Verlust der Protestmöglichkeit für die kommende Saison bestraft werden.