Manfred Spies ist Musiker aus Leidenschaft. Schon als Jugendlicher wusste Manfred Spies, dass er Musiker werden möchte. Der Ternitzer ist in ganz Österreich bekannt und spielte in vielen Big Bands.

Von Johannes Authried. Erstellt am 16. Januar 2021 (04:13)
Manfred Spies
Wolfgang Hartl/Brian Goodman/shutterstock.com

Er gilt als einer der renommiertesten Musiker Österreichs. Manfred Spies (58) ist Profimusiker und Musikpädagoge mit viel Herz. „Ich kann mich noch gut erinnern, als ich mit neun Jahren mit meiner Melodica eine Melodie von Louis Armstrong (1901-1971) transkribierte und zu der Aufnahme dazu spielte. Was Armstrong mit der Trompete spielte, habe ich mit der Melodica, aus dem Gehör heraus, nachgespielt.“

Schon als Jugendlicher zeigte Spies, dass er auch das Notenschreiben beherrscht – auch rhythmisch richtig. Von da an spürte Manfred Spies, dass er Berufsmusiker werden will. „Egal, wo mich der Weg hinführen wird. Mein Plan bis zum 18. Lebensjahr war, als klassischer Klarinettist einen Platz in einem Orchester zu bekommen. Der große Traum, bei den Wiener Philharmonikern zu spielen, blieb unerfüllt“, erinnert sich der Musiker.

Stattdessen studierte Spies von 1980 bis 1985 an der Musikhochschule Wien Musikpädagogik mit Schwerpunktinstrument Klarinette. Seit 1990 ist er Lehrer für Klarinette, Saxophon, Querflöte, Blockflöte und Klavier an der Professor-Otto-Schwarz-Musikschule in Wimpassing, wo er seit fast sechs Jahren die Musikschule auch als Direktor leitet.

Neben der Tätigkeit als Musikschullehrer holte sich Spies erste Bühnenerfahrung bei der „Top Sound“-Big Band in Wiener Neustadt. Im Laufe der Zeit wurde er zu einem der gefragtesten Aushilfsmusiker. So begleitete er die Schlagerlegenden Roy Black (1943-1991) und Chris Roberts (1944-2017) auf ihren Tourneen.

Weiters war er als Saxophonist bei Big Bands wie „Broadway Big-Band“, der „Swingtime Big-Band“ sowie dem Orchester Tony Jagitsch dabei. Bei Letzterem spielt er heute noch mit. „Einmal im Jahr, im Spätherbst, findet im Musikvereins-Saal in Wien ein Konzert statt. Was eine Ausnahme ist, da dort nur Klassik gespielt wird. Das ist schon ein Highlight, mit den besten Musikern Österreichs vor ausverkauftem Haus vor 2.000 Besuchern zu spielen.“

Mit seiner eigenen Big Band hatte Manfred Spies zwischen 1995 und 2011 Auftritte mit Stars wie Bill Ramsey, Eric Marienthal, Pete McGuinness, Marianne Mendt, Viktor Gernot, Barbara Dennerlein, Ach van Royen, Bart van Lier, Dusko Gojkovics, Heinz von Hermann, Richard Österreicher, Jocelyn B. Smith, Andy Haderer und Sheila Edwards. Seit 17 Jahren erfreut Spies mit seinem langjährigen Freund und Musikkollegen Hans Czettel die Fans bei den „Sax & Keys“-Konzerten im Bezirk.

Im Lockdown kam für den Blasmusiker keine Langeweile auf. In der auftrittsfreien Zeit übte er zig Stunden, wobei auch die Querflöte wieder zum Einsatz kam. Sein Soloprogramm „Saxclusive“, das es bereits seit zehn Jahren gibt, wurde erweitert. „So gesehen bin ich froh, einmal viel Zeit zum Üben zu haben. Das achtstündige Repertoire ist doch recht zeitaufwendig.“

Was die Wenigsten wissen: Auch als Komponist und Medienkomponist für Film und Fernsehen ist Manfred Spies auf der Erfolgsschiene. Er schreibt Werke für Big Band, Blasmusik, Pädagogische Literatur für Klarinette, Saxophon, Querflöte, Trompete und Klavier. Und diese Erfolge wurden auch schon mit mehreren Preisen gekrönt. So gab es Gold beim Konzertmarsch-Wettbewerb oder auch beim Kompositions-Wettbewerb für Jazz-Ensembles. Auch in seiner Heimatstadt Ternitz wurde er mit dem dritten Platz beim Komponistenpreis der Stadtgemeinde für das Ensemble „Pro Bass“ mit dem Werk „Sketeches of a Town“ ausgezeichnet.