Mit Totenkopf im Kübel zur Polizei. Mysteriöser Leichenfund bei altem Bauernhof bei Leiding beschäftigt die Mordermittler. Gutachten soll Todesursache und Identität klären.

Von Christian Feigl. Erstellt am 12. Mai 2021 (05:55)
Teile eines Skeletts (das Symbolfoto stammt von der Ausgrabung an einem anderen Ort) wurden auf dem Bauernhofareal bei Leiding gefunden.
Shutterstock/Xolodan

Ein skurriler Skelettfund beschäftigt derzeit die Ermittler der Mordkommission der Landeskriminalabteilung: Die Leichenteile waren auf dem Gelände eines Bauernhofes bei Leiding gefunden worden – ein anthropologisches Gutachten soll nun klären, ob es sich um eine natürliche oder gewaltsame Todesursache handelte.

Nach dem Kauf eines Bauernhofes war der neue Besitzer beim Aufräumen am Gelände auf die Skelettteile aufmerksam geworden. Er packte den Totenkopf und ein paar Knochen in einen Kübel und brachte seinen Fund auf die Polizeiinspektion, die daraufhin die Spezialisten der Mordabteilung informierte. Das bestätigt auch Neunkirchens Bezirkspolizeikommandant Johann Neumüller: „Ja, im Großen und Ganzen hat sich das so zugetragen“, erklärt er auf Anfrage der NÖN Neunkirchen.

Anschließend kam auch die Tatortgruppe und hielt auf der Liegenschaft Nachschau nach weiteren Teilen: „Wir konnten aber nichts mehr finden“, so Niederösterreichs oberster Mordermittler, Hannes Fellner. Zur endgültigen Klärung wurden die menschlichen Überreste einem anthropologischen Gutachten zugeführt: „In der Regel dauert es aber Monate, bis wir da ein Ergebnis haben“, so Fellner. Äußerlich sei im Bereich des Kopfes aber auf den ersten Blick keine Gewalteinwirkung erkennbar gewesen.

Schwierig gestaltet sich auch die Suche nach den Besitzern des Grundstücks: „Da gibt es leider eine Lücke in der Historie des Grundstücks!“