Nach Lungentransplantation: Expedition auf 4000er. Zwei Ärzte der Sonderkrankenanstalt Hochegg begleiteten 15 lungentransplantierte Patienten auf den „Djebel Toubkal“.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 16. November 2019 (04:40)
Die Gruppe jubelt über das Erreichen des Gipfels. Mittendrin auch zwei Ärzte des RZ Hochegg.
privat

Es war eine außergewöhnliche Expedition, an der insgesamt 15 lungentransplantierte Patienten fünf europäischer Länder mit ihrem jeweiligen Betreuerteam teilnahmen. Unter Führung des AKH Wien unternahmen knapp 50 Personen eine wissenschaftliche Trekking-Tour auf den höchsten Berg Nordafrikas, den Djebel Toubkal. Mit 4.167 Metern ist dies der höchste Gipfel des Atlas-Gebirges, gelegen auf marokkanischem Staatsgebiet.

Die wissenschaftliche und organisatorische Leitung hatte Peter Jaksch von der Abteilung für Lungentransplantation am AKH Wien inne. Mit im Team waren mit Susanne Fallwickl und dem interimistischen Ärztlichen Direktor Roland Winkler aber auch zwei Vertreter der Rehabilitationszentrums Hochegg – sie hatten die Gelegenheit, die Tour im Betreuerteam zu begleiten. „Während der Tour wurden die Patienten engmaschig überwacht und eine ganze Reihe an Untersuchungen durchgeführt, die nun genau wissenschaftlich ausgewertet werden müssen“, erklärt Roland Winkler.

Roland Winkler mit Susanne Fallwickl vom RZ Hochegg.
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Den Gipfel konnten 12 der 15 Patienten erklimmen – und sich damit vor allem selbst beweisen, dass sie mit ihrem neuen Organ zu Top-Leistungen fähig sind.

Die Sonderkrankenanstalt Hochegg betreut jährlich mehr als 3.000 Patienten. Die Schwerpunkte liegen auf der Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen oder Lungenerkrankungen. Zudem ist es ein Zentrum für die Nachbetreuung von Patienten nach Herz- oder Lungentransplantationen.