Gemeinde führte erste Gespräche mit Geschäftsleitung. Nachdem die Kartonfabrik Mayr-Melnhof Anfang September ankündigte, den Standort in Hirschwang schließen zu wollen, gab es nun erste Gespräche zwischen ÖVP-Bürgermeister Johann Döller und MM-Geschäftsführer Thomas Gschwendtner.

Von Tanja Barta. Erstellt am 24. September 2020 (12:39)
Reichenaus ÖVP-Bürgermeister Johann Döller.
Tanja Barta

Nicht nur für die Mitarbeiter bedeutet die bevorstehende Schließung eine Katastrophe, auch für die Region und vor allem die Gemeinde Reichenau an der Rax ist der Abgang von MM-Karton finanziell schwer schädigend.

"Als Gemeindeführung sind wir sowohl mit der Werksleitung als auch mit dem Betriebsrat im Gespräch und werden bei Härtefällen unsere Gemeindebürger, die ihren Arbeitsplatz verloren, haben nach Möglichkeit unterstützen", so Ortschef Johann Döller gegenüber der NÖN.

Arbeiter verlieren ihre Wohnungen nicht

Vor Kurzem führte Döller ein erstes Gespräch mit MM-Geschäftsführer Thomas Gschwendtner. "Die Werkswohnungen mit aufrechten Mietverträgen bleiben bestehen. Es verliert niemand seine Wohnung", so Döller. Die Schließung des Werks selbst würde von den Verhandlungen rund um den Sozialplan abhängen.

"Der Sozialplan wird zwischen Betriebsleitung, Betriebsrat und Sozialpartnern derzeit intensiv verhandelt", so der ÖVP-Bürgermeister in einer schriftlichen Stellungnahme. Thema war zudem auch die Betriebsfeuerwehr. Hier werde es noch Gespräche zwischen Feuerwehr, MM-Karton und der Gemeinde geben. Ein weiterer wichtiger Punkt für den Ort ist die Lokalbahn Payerbach-Hirschwang. "Der Vertrag bleibt aufrecht und wird durch die Werksschließung nicht beeinträchtigt", so Döller.