Dramatische Szenen bei Großbrand in Gloggnitz. Heftiger Wohnhausbrand im Bezirk Neunkirchen in der Nacht auf Donnerstag! Zwei Bewohner mussten ins Spital gebracht werden, mehrere Wohnungen waren nach dem Flammeninferno unbewohnbar. Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei standen bis um 7 Uhr Früh im Einsatz.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 11. Juli 2019 (08:15)

Dramatische Szenen spielten sich in der Nacht auf Donnerstag in Gloggnitz ab: Gegen 1.30 Uhr wurde eine Wohnungsbesitzerin in Heufeld durch das Bellen ihres Hundes geweckt. Als sie nachsah, bemerkte sie, dass ihre Wohnung sowie der Gangbereich stark verraucht waren. "Ohne Meldung des Hundes hätte es für die Tierbesitzerin tragisch enden können", betonte Franz Resperger vom Landeskommando Niederösterreich.

Die Wohnung ein Stockwerk darunter stand zu diesem Zeitpunkt bereits lichterloh in Vollbrand, wie die Plattform "Einsatzdoku" berichtete. Unverzüglich wählte die Frau den Notruf und setzte die Rettungskette in Gang. Was folgte war ein Großeinsatz von Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei.

Fluchtweg verraucht: Mieterin war in Wohnung eingeschlossen

Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehren Gloggnitz Stadt, Gloggnitz Eichberg und Schlöglmühl schlugen diesen aus zwei Fenstern im zweiten Stock bereits meterhohe Flammen entgegen.

"Während der Wohnungsbesitzer der Brandwohnung zu diesem Zeitpunkt bereits im Freien war, war eine Frau von der Wohnung darüber in ihren Räumlichkeiten eingeschlossen, da der Fluchtweg bereits stark verraucht war", berichtete die Einsatzdoku. Der Disponenten der Bezirksalarmzentrale beruhigte die Frau per telefonischem Kontakt bis zu ihrer Rettung durch einen Atemschutztrupp.

Aufgrund der extremen Hitze breitete sich das Feuer mittlerweile auf die Dachkonstruktion aus. Um eine Ausbreitung auf den gesamten Dachstuhl zu verhindern, setzten die Florianis eine Drehleiter ein.

Um einen Innenangriff in der Brandwohnung überhaut erst durchführen zu können, mussten die Wehren den Raum von außen aufgrund der enormen Hitze zunächst kühlen. Währenddessen durchsuchten Atemschutztrupps der Feuerwehren sämtliche Wohnungen des Mehrparteienhauses auf weitere Personen, wofür auch mehrere Türen gewaltsam geöffnet werden mussten.

Sechs weitere Mieter wurden in Notquartieren untergebracht

Nachdem die genannte Wohnung genügend herunter gekühlt worden war, konnten die Feuerwehrleute unter schweren Atemschutz den Brand zu löschen beginnen. Nach rund zwei Stunden konnte Einsatzleiter Brandrat Thomas Rauch "Brand Aus" geben, danach führte man weitere Nachkontrollen mittels Wärmebildkamera durch um ein neuerliches Aufflackern sofort zu bemerken.

Die Rettung brachte den Besitzer der Brandwohnung sowie die Frau der darüber befindlichen Wohnung mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Sechs weitere Mieter mussten in Notquartieren untergebracht werden, da aufgrund der starken Rauchentwicklung die Wohnungen vorerst unbewohnbar sind. Die Brandursache sowie der entstandene Schaden sind unbekannt und werden von der Polizei ermittelt.

Insgesamt standen sechs Feuerwehren mit 14 Fahrzeugen und rund 50 Mitgliedern im Einsatz, dazu das Rote Kreuz mit vier Fahrzeugen sowie die Polizei. Der Einsatz konnte gegen 7 Uhr abgeschlossen werden.