„Neunkirchner“ Lösung für Fabriksgasse. Verkehrslösung in der Fabriksgasse soll gefährliche Situationen für Radler und Fußgänger entschärfen. Wirklich glücklich ist mit dem Ergebnis aber niemand.

Von Christian Feigl. Erstellt am 21. August 2019 (04:01)
Christian Feigl
Die neue Querungshilfe in der Fabriksgasse beim Sporthaus: Der lange grüne Zaun soll die Fußgänger und Radfahrer von der Brückennähe Richtung Sporthaus weglenken und so das Queren der Fahrbahn sicherer machen. Hundertprozentig zufrieden ist damit aber keiner.

Im Vorjahr hatte die SPÖ mit einem Bürgerantrag auf die gefährliche Verkehrssituation beim Überqueren der Fabriksgasse im Bereich des Sporthauses aufmerksam gemacht. Zwei Verkehrsverhandlungen und einige Diskussionen später gibt es nun eine Lösung: Mit dem erhofften Zebrastreifen ist es zwar nichts geworden, dafür soll ein Zaun die Fußgänger und Radfahrer beim Überqueren vom Brückenbereich wegweisen und mehr Richtung Sporthaus leiten.

„Die Sicherheit ist zwar besser geworden, das Gelbe vom Ei ist die Variante aber nicht“, zeigt sich SPÖ-Infrastrukturstadtrat Günther Kautz mit der „Neunkirchner“ Lösung nur teilweise zufrieden. Ähnlich sieht es Grüne-Vizebürgermeister Martin Fasan, der sich nach aufkeimender Kritik nun mit dem Fahrrad selbst ein Bild vor Ort gemacht hat: „Natürlich hätten alle einen Fußgängerübergang besser gefunden, aber die Experten haben sich klar dagegen ausgesprochen, weil dieser zwar das subjektive Sicherheitsgefühl hebt, das objektive aber auf der Strecke bleibt und die Fußgänger beim Überqueren dann unvorsichtig werden!“

Bewusstseinsbildung bei Bevölkerung

Dennoch, so Fasan, hätte der Zaun etwas kürzer werden können: „Die Sicherheit wurde gesteigert, aber Optimum ist die Lösung keines.“ Man wolle sich aber noch einmal zusammensetzen, ob man nicht die neue Querung für Autofahrer optisch klarer ersichtlich machen könnte.

Dem pflichtet ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer bei: „Ein Fußgängerübergang war aus Gründen von zu geringer Frequenz nicht möglich. Sollte eine optische Kennzeichnung aber notwendig sein, werden wir diese schaffen!“ Wichtig sei jetzt eine Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung, diese neue Querungshilfe auch anzunehmen und zu nützen.