Misstöne bei der Neunkirchner Bezirks-FPÖ. Eingeladener Bezirksparteiobmann fühlte sich links liegen gelassen und prangert im gleichen Moment auch Grüppchenbildung innerhalb der Bezirksorganisation an.

Von Clemens Thavonat. Erstellt am 02. Juli 2019 (05:48)
Thavonat
FPÖ-Bezirksparteiobmann Edmund Tauchner will sich vermehrt einbringen.

Einige Differenzen innerhalb der FPÖ-Bezirkspartei-Organisation sowie die Gründung eines Seniorenringes sorgen für Aufmerksamkeit.

Das Hauptproblem liegt darin, dass Bezirksparteiobmann Edmund Tauchner innerhalb der Bezirkspartei Grüppchenbildung ortet: „Ich habe nicht vor, die Arbeit unserer Gesinnungsgemeinschaft durch Geltungsdrang zerstören zu lassen.“

NÖN
Regina Danov steht nur für die Stadt-FPÖ. Für sie ist Tauchner der Partei-Obmann im Bezirk.

Gemeint sei, dass Neunkirchens Stadtpartei-Obfrau Regina Danov Agenden der Stadt und des Bezirks vermenge. Das betreffe auch die Neugründung des Freiheitlichen Seniorenringes. „Ich war zur Gründung eingeladen, durfte auch die Begrüßung vornehmen, Erwähnung fand ich jedoch keine.“

Der geschäftsführende Parteiobmann, Landtagsabgeordneter Jürgen Handler sieht das anders: „Es gibt keine Grüppchen, die Stadtpartei wird von Regina Danov geführt, in Bezirksangelegenheiten mischt sie sich nicht ein.“ Was die Gründung des Seniorenrings betrifft, gibt er Tauchner allerdings recht. „Natürlich ist das eine Bezirksorganisation. Dass der Bezirksparteiobmann nicht entsprechend behandelt wurde, tut mir sehr leid, ist auch ein Fauxpas.“ Geschuldet sei das jedoch dem Umstand, dass Neunkirchens Partei-Vize Helmut Fiedler Bezirksparteiobmann Edmund Tauchner gar nicht persönlich kannte.

Auch Regina Danov gibt sich versöhnlich: „Es tut mir leid, dass Edi Tauchner nicht richtig gewürdigt wurde, da war aber ich noch gar nicht dabei, hatte einen weiteren Termin. Was die Gruppenbildung betrifft, stelle ich das in Abrede. Es gab Mitglieder, die sich nicht entsprechend verhielten (Waltraud Haas Toder – Anm.). Was daraus folgte, ist einzig und alleine Sache der Landespartei.“

Gründung eines FPÖ- Bezirks-Seniorenrings

Lange in Planung, nun in die Tat umgesetzt: Der Bezirk Neunkirchen erhielt jetzt einen Freiheitlichen Seniorenring.

Schon Bezirksparteiobmann Edmund Tauchner, der zur Wahlsitzung auch die Begrüßung vornahm, war die Installation immer schon ein großes Anliegen. Die frisch zur Obfrau der neuen Organisation gewählte Andrea Kraftl und ihre Stellvertreterin Brigitte Steinriegel wünschen sich die Möglichkeit, sich um die Generation 50+ zu kümmern.

„Nun ist es Realität geworden, dass wir uns vermehrt um Veranstaltungen und mehr kümmern können, um so einen wertvollen Beitrag für ein freiheitliches Miteinander im Bezirk zu leisten“, ist Andrea Kraftl überzeugt, und „einige Dinge sind schon in Planung!“ „Das gesamte Team rund um Obfrau Kraftl ist für die Gesinnungsgemeinschaft und uns alle hier im Bezirk Neunkirchen ein großer Gewinn“, so auch Jürgen Handler, der das Engagement mit Freude sieht und sich auf die kommende Zusammenarbeit freut.

Bezirks-Seniorenring
Freuten sich über die Gründung des Seniorenringes im Bezirk: Peter Gerl, Andrea Kraftl, Reinhard Lehner, Brigitte Steinriegel, Günther Köck, Helmut Fiedler.

Bezirksobmann-Stellvertreter Robert Toder ging schon im Vorfeld mit Tauchners Wunsch konform, eine Bezirksorganisation zu gründen. Daher ist auch seine Zustimmung verständlich. „Für die FPÖ Stadtgruppe Neunkirchen ist das Kraftl-Team auch eine wertvolle Stütze in Planung und Zusammenarbeit“, betont auch Stadtpartei-Obfrau Regina Danov. Benno Sulzberger, Landesobmann des Seniorenring NÖ, der die Neuwahl leiten durfte, gratulierte ebenso.