Bürger reden bei Neugestaltung von Meranerplatz mit. Stadtpolitik präsentierte Anrainern erste Pläne. Dabei wurden viele weitere Vorschläge und Ideen gesammelt und diskutiert.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 19. September 2019 (06:29)
Grabner
Baudirektor Christian Humhal, Bundesrätin Andrea Kahofer (SPÖ), Bürgermeister Herbert Osterbauer (ÖVP) und Vizebürgermeister Martin Fasan (Grüne) mit Anrainern und Bürgern bei der Präsentation amMeranerplatz.

Sitzgelegenheiten, Blütenstauden, ein Schlangenpfad – mit vielen verschiedenen Maßnahmen soll der Meranerplatz erneuert und verschönert werden. Und so zu einem „Kommunikationszentrum“, zu einem „Ort, an dem man sich gerne trifft“ werden, wie ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer es formulierte.

Im Rahmen einer Bürgerveranstaltung informierte der Stadtchef in der Vorwoche gemeinsam mit Grüne-Vizebürgermeister Martin Fasan, SPÖ-Umweltstadträtin Andrea Kahofer und Baudirektor Christian Humhal über die Neugestaltung des Platzes – und präsentierte den Anrainern jenen ersten Entwurf, der von Landschaftsplanerin Brigitte Hozang ausgearbeitet wurde (wir berichteten).

Gleichzeitig wies Osterbauer aber auch darauf hin, dass „dies nicht der Weisheit letzter Schluss“ sei. Ziel sei es, Ideen und Anregungen der Bürger zu sammeln und den Entwurf entsprechend abzuändern.

Einbahnlösung kam bei Bürgern nicht gut an

Grundsätzlich wurde dieser sehr positiv zur Kenntnis genommen – wenngleich die geplanten Obstbäume eher auf wenig Gegenliebe stießen. Die seien zwar „gut gemeint“, so ein Anrainer, doch würden sie im Alltag dann nicht angenommen werden. Ein anderer Bürger regte an, den Namen des Platzes auch in die Gestaltung einfließen zu lassen und passende Bäume oder südliche Gewächse einzuplanen.

Einig war man sich, dass über den Bereich keine Einbahnlösung verhängt werden soll. „Jede Einbahn erhöht auch das Tempo“, gab Grüne-Vizebürgermeister Fasan zu bedenken, ehe sich etliche Anrainer gegen eine Einbahn aussprachen.

Wobei der Stadtchef ankündigte, das auch verkehrsrechtlich überprüfen lassen zu wollen. Bleiben sollen jedenfalls auch die Bäume – auch darin herrschte Konsens. Osterbauer, Fasan und Kahofer merkten jedoch an, dass man die Bäume begutachten lassen müsse: „So lange wie möglich werden wir sie erhalten“, so Fasan, seien sie jedoch kaputt, habe das keinen Sinn.

Das Projekt wird voraussichtlich kommendes Jahr umgesetzt, hieß es, „heuer wird es sich nicht mehr ausgehen“, so Andrea Kahofer. Vor einer Endlösung werde man die Anrainer aber noch einmal ersuchen, einen Blick auf die Platzgestaltung zu werfen, versprach der Stadtchef. Was auf Wohlwollen bei einem Bürger stieß: „Ich finde es super, dass ihr den Platz in dieser Art revitalisieren wollt“, lobte er die anwesenden Politiker.