Chefwechsel im WIFI. Langzeit-Zweigstellenleiter Josef Brechelmacher wird mit 60 Jahren in die Altersteilzeit geschickt und vom 63-jährigen Johann Wagner aus Thernberg beerbt.

Von Christian Feigl und Christoph Dworak. Erstellt am 22. Januar 2019 (04:45)
NÖN
Der 60-jährige Josef Brechelmacher zieht sich in die Altersteilzeit zurück und wird vom 63-jährigen Johann Wagner aus Thernberg ersetzt.

Eine Langzeitära geht im Wirtschaftsförderungsinstitut Neunkirchen (WIFI) mit Mitte Februar zu Ende: Nach 23 Jahren in der Leitungsfunktion und fast 45 Jahren Kammertätigkeit nimmt Josef Brechelmacher seinen Hut: „Auf eigenen Wunsch, nachdem uns die Firma das Angebot einer Möglichkeit zur Altersteilzeit unterbreitet hat“, so der 60-jährige Ternitzer im Gespräch mit der NÖN Neunkirchen. Skurril: Sein Nachfolger Johann Wagner aus Thernberg ist mit 63 Jahren um drei Jahre älter als Brechelmacher...

Denn eigentlich hätte er sich vorgestellt, bis 62 oder 63 weiterzumachen: „Ich stehe voll im Saft, die Arbeit macht mir riesigen Spaß und ist sehr abwechslungsreich, aber nachdem diese Möglichkeit an mich herangetragen wurde, habe ich mich dazu entschieden, sie anzunehmen. Natürlich hätte ich auch noch bleiben können“, erklärt Brechelmacher.

Für den Ruhestand hat er noch keine Pläne: „Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht, aber einen Pensionsschock wird es bei mir sicherlich nicht geben“, weiß er.

19 Jahre das WIFI Mödling geleitet

Sein Nachfolger Wagner hat 19 Jahre das WIFI Mödling geleitet. Ab März wechselt der 63-Jährige nach Neunkirchen. Er machte im NÖN-Gespräch keinen Hehl daraus, dass er sich aus einem einzigen Grund leichten Herzens für den Job beworben habe: „Ich sitze täglich fast eineinhalb Stunden im Auto“, sagt der Thernberger (Bucklige Welt, Bezirk Neunkirchen). Ab März ist er in einer Viertelstunde am Arbeitsplatz, übernimmt das WIFI Neunkirchen.

Durch die Rochade wird ein weiterer Anfahrtsweg ebenfalls verkürzt: Susanne Brunner pendelt von Oberwaltersdorf (Bezirk Baden) nach St. Pölten ins WIFI. Ab März spult sie weniger Kilometer ab, sie folgt Wagner nach. „Mödling ist ein sehr wichtiger WIFI-Standort“, betont Wagner. „Ich werde mich bemühen, den Übergang noch zu begleiten.“