Der „Rolls-Royce“ der Feuerwehrautos. Die Stadtfeuerwehr Neunkirchen darf sich über ein neues Fahrzeug der Sonderklasse freuen.

Von Christian Feigl. Erstellt am 18. April 2021 (03:44)
Das ist das neue Aushängeschild der Stadtfeuerwehr: Kommandant Mario Lukas, Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Huber, ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer, Verwalter Kurt Rohringer und Kommandant-Stellvertreter Bernhard Vorauer freuen sich. 
Stadtfeuerwehr Neunkirchen

Bei der Stadtfeuerwehr Neunkirchen gibt es derzeit nur ein brandheißes Thema: Das neue Hilfeleistungsfahrzeug (HLF 4), das sich seit Anfang April in der Fahrzeughalle befindet und im ganzen Bezirk seinesgleichen sucht.

Alleine die Zahlen sind schon beeindruckend: So fasst das Sonderfahrzeug einen stattlichen Tank von 11.000 Litern Wasser – zum Vergleich: herkömmliche Einsatzfahrzeuge können etwa ein Drittel laden. „Aber auch dieser Riesentank ist bei voller Pumpenleistung in zwei Minuten geleert“, plaudert Branddirektor und Kommandant Mario Lukas stolz aus der Schule. Hervorragend eignet sich der „Rolls-Royce“ unter den Feuerwehrfahrzeugen demnach zur Großfeuerbekämpfung – wie die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt hat, für die Bezirkshauptstadt aufgrund der Häufung von Wohnungsbränden enorm wichtig. Als äußerst vorteilhaft erweisen sich dabei auch die drei mitgeführten Wasserwerfer, wovon sich einer am Dach des Vierachsers befindet. Neben dem Fahrer passen sechs weitere Kameraden in den Wagen.

Auch für enge Gassen geeignet

Dass das Gerät noch nicht zum Einsatz kam, hängt hauptsächlich mit den umfangreichen Schulungen zusammen, die für den Betrieb notwendig sind. „Derzeit sind wir eifrig beim Üben, in der Erstphase werden zehn Kameraden den 31-Tonner lenken können und in späterer Folge hoffentlich doppelt so viele“, erklärt Lukas.

Auch eine erste „Feuertaufe“ hat das Einsatzfahrzeug bereits bestanden: „Wir haben versucht, damit auch durch die engen Gassen der Stadt zu fahren und das ist eigentlich gut gelungen, vor allem auch deshalb, weil eine Achse separat gelenkt werden kann“, so Lukas.
Rund 500.000 Euro hat die Anschaffung gekostet, einen Teil dazu trägt auch die Stadtgemeinde bei. Für ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer war der Kauf unabdingbar: „Leider haben wir in einigen Stadtgebieten eine Unterversorgung von Hydranten. So kann jetzt wirklich noch rascher und effizienter ein Feuer bekämpft werden.“

Und auch Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Huber ist zufrieden: „Für den Bezirk ist das natürlich ein großer Wurf. Gemeinsam mit dem zweiten HLF 4, das in einer etwas anderen Variante in Aspang steht, ist das die beste Lösung und die Regionen ergänzen sich optimal.“ Huber betont, dass die Örtlichkeit mit Neunkirchen aufgrund eines überregionalen Stationierungskonzepts erstellt wurde.