Die Hündin misshandelt?. 28-jähriger Neunkirchner soll seine Hündin mehrmals misshandelt haben. Vor dem Richter bekennt er sich zwar „nicht schuldig“, gibt aber trotzdem einige Fehler zu. Von Brigitte Steinbock

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 26. April 2019 (04:42)
Shutterstock.com/jonanderswiken
Symbolbild

Weil er eine Staffordshire-Bullterrier-Hündin misshandelt haben soll, steht ein 28-jähriger Neunkirchner wegen Tierquälerei vor Gericht.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte das Tier unter anderem mehrfach geschlagen und getreten, ihm den Kopf mehrmals unter Wasser gedrückt und es auch mit heißem Wasser begossen haben. Der Angeklagte bekannte sich aber „nicht schuldig“ und führte aus, dass die Hündin nur einmal mit dem Kopf unter Wasser gekommen sei, als er sie im Bach am Halsband hatte und sie nach vorne zog. Er sei gestolpert und so sei es passiert. Dass er den Hund mit der Zeitung geschlagen hatte, gab er unumwunden zu. Aber auch, dass er das Tier wirklich mochte. „Der Hund war seltsam, so wie ich auch!“ Mittlerweile ist die Hündin woanders untergebracht worden. Tierschützer seien mit der Polizei gekommen und hätten sie ihm weggenommen.

Mann soll Hündin geschlagen haben

Jene Nachbarin, die die Tierschützer verständigt hatte, sagte als Zeugin aus. Sie gab an, dass das Tier oft gewinselt habe. Einmal sei die Hündin wieder auf den Balkon gesperrt gewesen und sie habe beobachtet, wie der Besitzer auf sie einschlug. Er habe Wasser nach dem Tier geschüttet und der Hund hätte sich daraufhin eine halbe Stunde lang überhaupt nicht mehr bewegt. Die Zeugin nahm an, dass das Tier bewusstlos war. Der Angeklagte gab zu, „ein bisschen Wasser verschüttet zu haben“, als er dem Hund den Kübel mit Aufwaschwasser nachgeschmissen hatte, weil er in die Wohnung gemacht hatte. Aber es sei nicht heiß gewesen.

Eine der Tierschützerinnen gab an, dass sie an jenem Abend bei der Wohnung gewesen sei und der Mann den Hund freiwillig übergeben habe. Das Tier hatte rote Flecken am Bauch. Sie sagte, dass ihr die Mutter des Angeklagten per SMS mitgeteilt habe, dass es der Hündin in der 35-Quadratmeter-Wohnung nicht gut gehe. Die zweite Tierschützerin, die in der Wohnung war und mit dem Mann geredet hatte, wird zum nächsten Prozesstag geladen.