Ein Mandat für Vorauer bei Personalvertretungswahlen. Harald Nemeth erreicht sechs Sitze, die neue Liste „Für alle“ kommt auf ein Mandat.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 18. Juni 2019 (04:45)
Grabner
Bernhard Vorauer trat mit seinen Christgewerkschaftern erstmalig bei der Wahl an.

Es war mit Spannung erwartet worden, am Donnerstagabend war es dann offiziell: Bei den Personalvertretungswahlen im Rathaus Neunkirchen kommt es zu einer Veränderung: Die bisher alleine amtierende Liste Harald Nemeths, die der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter zugerechnet wird, erreichte sechs der insgesamt sieben Mandate – einen Sitz muss sie an die erstmalig angetretene Liste „Für alle“ von Bernhard Vorauer abgeben.

Feigl
Harald Nemeth kandidierte erneut mit seiner Liste und holte 80 Prozent der Stimmen.

Die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zum letzten Mal an, insgesamt wurden 176 Stimmen abgegeben, davon waren elf ungültig, Details siehe Grafik.

Für den erstmals angetretenen Bernhard Vorauer ist das Ergebnis ein „zufriedenstellendes“, wie er gegenüber der NÖN sagt: „Das war das, was wir uns erhofft und erwartet haben. Dieser Erfolg ist uns aber gemeinsam gelungen, denn alleine kann man so etwas nicht schaffen.“ Er freue sich nun auf die Arbeit in den kommenden Jahren, so Vorauer zur NÖN.

Lobende Worte von ÖVP – aber auch der SPÖ

Gratulationen kamen auch von ÖVP-Bezirksparteiobmann, Landtagsabgeordnetem Hermann Hauer, für den das Ergebnis ein „sehr erfreuliches“ ist, wie er in einer ersten Stellungnahme gegenüber der NÖN betont: „Der Mut wurde belohnt!“

Harald Nemeth, Chef der größten Fraktion, zeigt sich mit dem Ausgang der Wahl ebenso zufrieden: „Es wurde ja schon seit Jahren – seit der neuen Stadtführung – versucht, eine zweite Liste ins Rennen zu schicken. Jetzt ist es halt gelungen. Ich möchte mich jedenfalls bei allen, die uns das Vertrauen geschenkt haben, bedanken, ganz besonders aber auch bei meinem Team, das sich hier ins Zeug gelegt hat.“

Stadtgemeinde Neunkirchen; NÖN-Grafik: Bischof

Wichtig ist Nemeth zu betonen, dass die Partei bei seiner Kandidatur „keine Rolle“ spiele. Zwar werde man der FSG zugerechnet, „als Liste haben wir die Partei aber immer hintangestellt. Die Leute wollen die Politik in der Gemeinde nicht haben und das haben wir immer beherzigt.“ Weiterhin wolle er sich mit seinem Team „für die Interessen der Bediensteten einsetzen“, wie er sagt: „Das kommt vor allem anderen und ist mir am Wichtigsten!“

Auch für Nemeth gab es Gratulationen aus der Politik, etwa von SPÖ-Klubobmann, Stadtrat Günther Kautz, der auf Facebook von einem Sieg des „bewährten Teams um Harald Nemeth“ sprach.