Ex-FPÖ-Stadtrat lehnt sein Ehrenzeichen ab. Johann Sinabel verweigert wegen der Gagenerhöhung der Mandatare seine Ehrung, die er am Dienstag bekommen hätte.

Von Christian Feigl. Erstellt am 11. Mai 2015 (09:17)
Johann Sinabel: »Ich bin wegen der Gagenerhöhung mächtig heiß!«
NOEN, Foto: Feigl

Wenn am Dienstagabend die Stadtgemeinde verdiente Neunkirchner mit Ehrenringen und Ehrenzeichen würdigt, dann wird einer der künftigen Würdenträger fehlen: Ex FPÖ-Stadtrat Johann Sinabel, der mit seinem „Ja“ vor fünf Jahren noch die schwarz-grün-blaue Koalition ermöglicht hatte, zieht aus der im schwarz-grünen Alleingang beschlossenen Gagenerhöhung, die NÖN berichtete ausführlich, seine Konsequenz und wird der Ehrung fernbleiben.

„Ich bin mächtig heiß. Denn in Zeiten wie diesen, wo die Gemeinde jeden Cent sparen muss, kann man sich nicht einfach die Politikergehälter erhöhen. Da spiele ich nicht mit und ich werde aus diesem Grund auch auf das Goldene Ehrenzeichen verzichten“, meldete der ehemalige Stadtrat, der nach der letzten Gemeinderatswahl als Mandatar ausschied, der NÖN telefonisch seine Verärgerung. Mit dem Zusatz: „Mir brauchen sie auch nichts nachschicken, ich will das unter diesen Begleitumständen ganz einfach nicht!“

ÖVP-Bgm. Herbert Osterbauer, der von der NÖN von Sinabels Entschluss erfährt, gibt sich diplomatisch: „Das ist sein gutes Recht und so etwas muss in einer Demokratie auch möglich sein. Deshalb akzeptiere ich seinen Entschluss. Schön wäre es halt gewesen, wenn er es mir persönlich gesagt hätte!“