Hilfswerk mit neuer Chefin. Die bisherige Betriebsleiterin Susanna Spieß übergab ihre Agenden an Nicole Mitsch, bis dato Leitende Pflegefachkraft. Sie agiert in Zukunft als „Pflegemanagerin“.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 20. Juli 2019 (04:55)
Philipp Grabner
Susanna Spieß übergibt an Nicole Mitsch.

Susanna Spieß kann auf eine lange Karriere beim Hilfswerk NÖ zurückblicken. Doch dass dieses so lange ihr Arbeitgeber sein würde, stand damals noch in den Sternen. „Ich habe 1993 beim Hilfswerk in Wr. Neustadt begonnen und war dort als Sekretärin der Regionalleiterin tätig.“

Was dann folgte, war eine durchaus steile Karriere: Nach einer Station in Baden wurde aus der Sekretärin Spieß plötzlich die Betriebsleiterin. In den kommenden Jahren war sie für die Stützpunkte Neunkirchen, Gloggnitz, Aspang, Krumbach und Katzelsdorf zuständig. Ob das nicht eine Riesenaufgabe gewesen sei? Spieß lächelt: „Zugegeben, das war viel Arbeit. Aber es hat irrsinnig viel Spaß gemacht.“

Die Arbeit beim Hilfswerk habe ihr stets viel Freude bereitet – auch in ihren letzten Jahren, in denen sie sich ganz dem Neunkirchner Hilfswerk widmen durfte: „Die Arbeit war immer sehr lebendig, weil man stets mit Menschen zu tun hatte.“ Bedanken wolle sie sich nicht nur bei allen Mitarbeitern und Wegbegleitern, sondern auch bei den Funktionären des Vereins: „Im Speziellen bei Vorsitzender Traude Lukas und Abgeordnetem Hermann Hauer“, so Spieß im NÖN-Gespräch.

„Ideale Nachfolge gefunden"

Mit Nicole Mitsch hat die 60-jährige, frischgebackene Pensionistin eine „ideale Nachfolge“ gefunden, wie sie sagt. „In den letzten Jahren haben wir uns diesbezüglich auch um eine geordnete Übergabe bemüht“, betonen beide unisono. Mitsch ist seit 2011 Teil des Hilfswerk-Teams, 2012 wechselte sie von Zistersdorf nach Neunkirchen. Ein Jahr darauf wurde sie stellvertretende Leitende Pflegefachkraft, ehe sie diese Agenden 2017 vollständig übernahm. Künftig wird sie als Pflegemanagerin auch die Aufgaben von Susanna Spieß übernehmen.

„Ich habe in den letzten Monaten schon einiges übernommen und hatte Susanna aber immer als Back-up im Hintergrund, wenn ich etwas wissen wollte“, streut Mitsch ihrer Vorgängerin verbal Rosen. Sie habe eine „gut geführte Station“ übernehmen dürfen, darüber freue sie sich sehr, so die 42-jährige neue Chefin zur NÖN.

Susanna Spieß will dem Hilfswerk übrigens als Unterstützerin im Verein erhalten bleiben. Abseits dessen will sich die Natschbacherin aber verstärkt der Familie widmen. „Etwa der 21 Monate alten Enkeltochter.“ Und auch Haus und Garten sollen mehr betreut werden, verrät Spieß.