Verborgener Musikschatz der Kultband „Lazarus“ entdeckt. Verloren geglaubte Live- und Demoaufnahmen der Neunkirchner Rockgruppe „Lazarus“ wurden auf Langspielplatte gepresst und limitiert veröffentlicht.

Von Johannes Authried. Erstellt am 20. Februar 2019 (04:00)
Johannes Authried
Nach 44 Jahren erscheint die zweite Langspielplatte von Lazarus – das waren: Ernst Glatzl, Ferry Pint, Helmut Grössing sowie Gründer und Bandleader Peter Glatzl.

Mit der Auffindung verloren geglaubter Live- und Demoaufnahmen der Rockgruppe „Lazarus“ hatte niemand mehr gerechnet.

Livekonzert von 1975 tauchte wieder auf

Vor 18 Monaten fand Hannes Scheibenreif, ehemaliger Tontechniker von Flimp und Lazarus, im Keller einige Kartons mit Tonbändern von Flimp, aber auch das legendäre Lazarus-Livekonzert 1975 mit einigen Demos.

„Damals spielten wir mit der deutschen Gruppe Kraan in der Ternitzer Stadthalle. Die Aufnahmen wurden über das Mischpult aufgenommen. Damals hatten wir ja kaum Equipment, und die Musiker von Kraan, die heute noch aktiv sind, waren damals schon sehr kollegial, so wurde das Konzert sowie Demos über das Mischpult und nicht über Mikrofone aufgenommen, was eine bessere Aufnahmequalität mit sich bringt“, erinnert sich Lazarus-Gründer Peter Glatzl. „Wir waren überzeugt, dass Lazarus Rockmusik spielte. Heute werden wir als Psychedelic Rocker bezeichnet.“

Das rief wieder den international bekannten Plattensammler Hans Pokora aus Wien, der schon 2014 die Lazarus-LP von 1973 neu pressen ließ, auf den Plan, eine weitere Lazarus Langspielplatte, streng limitiert auf 150 Stück, auf den Markt zu bringen. Die wochenlange Arbeit von Tontechniker Hannes Scheibenreif, die oft schlechte Tonqualität (die Magnetschicht der Bänder war durch die jahrzehntelange Lagerung nicht mehr perfekt) wieder herausfilterte bzw. verbesserte.

„Es ist ein Zeitdokument. Einige Songs würde ich heute so nicht mehr spielen. Aber damals haben wir es für gut befunden“Peter Glatzl

„Es ist ein Zeitdokument. Einige Songs würde ich heute so nicht mehr spielen. Aber damals haben wir es für gut befunden“, so Peter Glatzl.

Auf der LP zu hören: Ernst Glatzl (Sänger, Bass), Ferry Pint (Keyboards), Helmut Grössing (Schlagzeug, später Kurt Ostbahn) und Peter Glatzl (Gitarre, Gesang). Der Langspielplatte wird ein Nachdruck der damaligen Autogrammkarte (Foto) beigelegt. Die Fotos (Autogrammkarte und im Inneren des Plattencovers) stammen von NÖNMitarbeiter Johannes Authried. Das Wiener Neustädter Label La Pelote Records hat die Produktion übernommen.