ÖVP holt absolute Mehrheit in Schwarzau/Steinfeld. Mit einem Erdrutschssieg für die ÖVP endeten die Neuwahlen am Sonntag in Schwarzau am Steinfeld: Sie erreichte 61,6 Prozent und somit zwölf Mandate. Auf nur 35,7 Prozent kam die SPÖ, das sind sieben Mandate, die FPÖ versäumte mit 2,7 Prozent den Einzug in den Gemeinderat klar.

Von Tanja Barta. Erstellt am 27. September 2020 (17:27)
Barta

Die ÖVP rund um Bürgermeisterin Evelyn Artner, die heuer trotz absoluter SPÖ-Mehrheit nach der Gemeindewahl im Jänner 2020 vom Gemeinderat gewählt worden war, konnte bei der Neuwahl in Schwarzau am Steinfeld nicht nur erstmals stärkste Fraktion werden, sondern sie holte direkt auch die absolute Mehrheit. Mit einem Plus von 21,1 Prozent auf 61,6 Prozent im Vergleich zum Jänner stellt die Volkspartei künftig 12 der 19 Mandate im Gemeinderat (+4 Mandate). Das bedeutet, dass wohl auch künftig die Bürgermeisterin Evelyn Artner heißen wird.

„Bürgermeisterin Evelyn Artner hat in den vergangenen Monaten einen sensationellen Job gemacht. Völlig unerwartet wurde sie Bürgermeisterin und musste sich direkt mit den Herausforderungen der Coronakrise auseinandersetzen. Ich wünsche ihr und ihrem Team alles Gute für die nächsten Jahre – das Wahlergebnis ist der klare Auftrag, auch in Zukunft Verantwortung zu übernehmen!“ VP-Bezirksparteiobmann LAbg. Hermann Hauer

Ihr Glück kaum fassen kann die wiedergewählte ÖVP-Bürgermeisterin Evelyn Artner: „Irgendwie kann ich es noch immer nicht glauben, mit so einem Ergebnis haben wir alle nicht gerechnet!“ Den Erdrutsch-Sieg führt sie auf die gute Arbeit der letzten Monate zurück. „Ich bin froh, dass mir die Bürger ihr Vertrauen geschenkt haben!“ 

FPÖ: ,,Wir kommen wieder!"

Groß ist die Enttäuschung bei FPÖ-Kandidat Stefan Schön. Die Wahl sei ein Kampf zwischen zwei großen Parteien gewesen. „Wir kommen wieder, aufgeben tut man einen Brief!“ Dass die FPÖ ihr nicht erreicht hat, sieht auch FPÖ-Landtagsabgeordneter Jürgen Handler so. Der einzige Wermutstropfen in seinen Augen ist, dass es nun wieder einen Gemeinderat gibt, der für die Bürger arbeiten kann. Handler garantiert aber, dass die FPÖ auch weiterhin die Geschehnisse innerhalb der Gemeinde verfolgen werde: „Bei der nächsten Wahl werden wir wieder antreten.“

SPÖ: Keine personellen Konsequenzen

Bei der SPÖ herrscht große Enttäuschung.  Mit einer solchen Niederlage hat niemand gerechnet. „Was wir in den letzten Monaten geleistet haben, spiegelt das Ergebnis nicht wider“, so Spitzenkandidat Klaus Hofer. Jetzt geht es für die Sozialdemokraten in die Opposition. „Wir werden konstruktiv mitarbeiten, aber dennoch eine kritische Opposition sein“, kündigt Hofer an. Ob er Konsequenzen aus der Niederlage zieht? „Nein, ich werde das mit meinem Team besprechen. Wir werden aber so weiterarbeiten.“ Lob für den Einsatz rund um Hofer kommt von GVV-Präsident Rupert Dworak. „Frau Artner hatte jetzt ein Dreivierteljahr einen Bürgermeister-Bonus, den sie jetzt gut einsetzen konnte. Damit müssen wir jetzt leben“, so Dworak. Mut zum Weitermachen gibt Landtagsabgeordneter Christian Samwald: „Jetzt erst recht. Das gesamte Team tritt trotz des Ergebnisses motiviert in den Gemeinderat!“

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