„pro Aspang“-Obmann Sperhansl: „Gewinnspiel bleibt!“. Der neue Obmann von „pro Aspang“, Johann Sperhansl, über den Aspanger Wirtschaftsstandort, das Weihnachtsgewinnspiel und den Wechsel an der Vereinsspitze.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 14. Juli 2019 (04:56)
Grabner

NÖN: Für manch‘ Außenstehenden war der Wechsel an der Spitze der Initiative „pro Aspang“ durchaus überraschend. Ist dem so oder war das schon länger so geplant?

Johann Sperhansl: Initiiert war der Wechsel vom bisherigen Obmann Hannes Gugerell, weil er sich einfach voll und ganz seinem Betrieb widmen möchte, das ist zeitlich sicher auch nicht immer so einfach gewesen. Für mich war die Übernahme nicht überraschend, aber ungeplant.

Aber es gab eine Vorlaufzeit?

Sperhansl: Wir haben bereits im Winter einmal darüber gesprochen, es folgten diverse Beratungen, wer als Obmann infrage käme. Letztendlich kam es dann zu dieser Lösung.

Aus welchen Gründen haben Sie sich entschlossen, als Obmann zur Verfügung zu stehen?

Sperhansl: Da gibt es gleich mehrere Gründe. Zum einen bin ich ja Gründungsmitglied von „pro Aspang“ und habe damals – vor 25 Jahren – auch das erste Weihnachtsgewinnspiel mitinitiiert. Außerdem liegen mir der Verein und die regionale Wirtschaft in Aspang am Herzen. Insofern war es sogar der logische Schritt, dass ich nach 25 Jahren den Obmann mache. Und aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit bei der Raiba, wo wir uns ja auch für die regionale Wirtschaft einsetzen, war es naheliegend, sich zu engagieren.

War der Fortbestand des Vereins in irgendeiner Weise gefährdet?

Sperhansl: Der Fortbestand war nicht gefährdet. Natürlich ist es nie einfach bei einem Verein, die Spitzenposition zu besetzen. Wir konnten aber sogar einige neue Mitglieder in den Vorstand kooptieren.

Wie gehts denn der Aspanger Wirtschaft im Moment?

Sperhansl: Der geht es gut. Wir haben gut qualifizierte Unternehmer, die regionale Wirtschaft ist auch im Wiener Umfeld recht erfolgreich. Schwierig ist natürlich der Einzelhandel – wir sehen das in größeren Städten, wie etwa in Wr. Neustadt. Diese Tendenz spürt man natürlich. Aber wenn ich mir den Aspanger Hauptplatz anschaue, glaube ich sehr wohl, dass wir hier ein gutes Potenzial haben, den Einzelhandel vernünftig aufrechtzuerhalten. Was uns bestimmt hilft, sind die großen Frequenzbringer, wie etwa die Lebensmittelketten, die wir im Ort haben.

Das Aspanger Weihnachtsgewinnspiel ist über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt und beliebt. Was erwartet die Teilnehmer hier künftig?

Sperhansl: Das Gewinnspiel wird es auch künftig geben, das ist fix. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung haben wir uns aber entschieden, den Hauptpreis zu verändern. Der Wert wird zwar bleiben, wir werden ihn aber künftig in Form eines Bargeldpreises oder in Form von Aspang-Gutscheinen vergeben – anstatt des Autos. Ganz einfach aus dem Grund, um die Wertschöpfung in der Region zu halten.