ÖVP hat Gegenwind aus dem eigenen Lager. Gegen Erhöhung / Gemeinderätin und Ortsvorsteherin Claudia Pinkl spricht sich öffentlich gegen die beschlossene Gagenerhöhung aus.

Von Christian Feigl. Erstellt am 04. Mai 2015 (09:05)
Bei der Angelobung hatte ÖVP-Ortsvorsteherin und Gemeinderätin Claudia Pinkl noch leicht lachen: Das ist ihr mittlerweile aber gründlich vergangen.
NOEN, Feigl

ÖVP-Gemeinderätin Claudia Pinkl würde als Peischinger Ortsvorsteherin wohl am meisten von der Gagenerhöhung profitieren – doch sie lehnte diese Vorhaben von Beginn an ab und stellte sich somit gegen die Parteilinie. Bei der Abstimmung im Gemeinderat verließ sie demonstrativ den Saal.

„Ich bin der Meinung, dass im Moment wahrscheinlich wichtigere Dinge anstehen als die Erhöhung der Aufwandsentschädigung für unsere kommunalpolitische Tätigkeit und man dieses Thema zu einem späteren Zeitpunkt mit Ruhe und Besonnenheit abhandeln hätte sollen“, begründet sie ihre Ablehnung im Gespräch mit der NÖN.

Aufwandsentschädigungen fließen in Region zurück

Pinkl weiters: „Natürlich verstehe ich die Aufregung in der Bevölkerung. Auf der anderen Seite erhalten wir ja das Geld nicht aus Jux und Tollerei, sondern eben als Aufwandsentschädigung für unseren zeitlichen und finanziellen Einsatz im Sinne der Bevölkerung. Als Ortsvorsteherin habe ich stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Bevölkerung und unterstütze mit persönlichem Einsatz und zahlreichen Spenden. Meine erhaltenen Aufwandsentschädigungen fließen nahezu vollständig wieder in den Ort und in die Region zurück.“

Während SPÖ-Chef Stadtrat Günther Kautz den „Hut vor ihr zieht“ und glaubt, „dass es nicht gut mit einer langen Zukunft für sie in der ÖVP ausschaut“, betreibt man im schwarzen Lager Schadensbegrenzung: „Ich akzeptiere die Meinung von Claudia Pinkl und es wird keine Konsequenzen für sie geben, denn sie macht ihre Arbeit hervorragend“, so ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer, der Kautz rät, dass „er sich um seine eigenen Genossen kümmern soll!“