Zöbern: Sieben Gemeinderäte nicht mehr mit dabei. Unter anderem gehören Rupert Wagner (SPÖ) sowie Helli Haas (ÖVP) dem künftigen Gremium in Zöbern nicht mehr an.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 14. Februar 2020 (05:49)
Helli Haas und Rupert Wagner bei der konstituierenden Sitzung 2015.
Philipp Grabner/NÖN-Archiv

Wenn in wenigen Wochen die konstituierende Sitzung des Gemeinderates stattfindet, dann werden gleich sieben frühere Mandatare nicht mehr oder nur mehr in der Rolle des Zuschauers daran teilnehmen: Vier Gemeinderäte der ÖVP, einer der SPÖ und zwei der 2015 erstmals eingezogenen Liste „Zöbern für alle“ sind dann nicht mehr dabei.

Jener mit der längsten Amtszeit ist SPÖ-„Urgestein“ Rupert Wagner, der nach exakt 40 Jahren nicht erneut ins Ortsparlament einzieht. Die Gründe für sein Ausscheiden begründet er mit dem Alter: „Für mich war das ganz klar, dass ich nicht weitermache“, meint er auf Nachfrage der NÖN. Gerne gemacht habe er es zwar, fehlen werde ihm die Tätigkeit aber trotzdem nicht, wie er meint – wobei er sich gegenüber der NÖN eher bedeckt hält: „Ich möchte lieber die konstituierende Sitzung abwarten.“

In seinen 40 Gemeinderatsjahren war Wagner 30 Jahre lang geschäftsführender Mandatar sowie zehn Jahre lang Ortsparteivorsitzender der Zöberner SPÖ. Eine Funktion, die er aber schon vor einigen Jahren an seinen Gemeinderatskollegen Lukas Glatz abgab.

„Ich habe es immer gerne gemacht – aber irgendwann ist die Zeit da, um kürzer zu treten!“Helene Haas über 20 Jahre im Zöberner Gemeinderat.

Eine langgediente Mandatarin wird sich auch aus den Reihen der ÖVP verabschieden: Geschäftsführende Gemeinderätin Helli Haas scheidet nach 20 Jahren aus dem Ortsparlament aus. „Es waren sehr schöne Jahre, ich habe es immer gerne gemacht – aber irgendwann ist die Zeit da, um kürzer zu treten“, begründet die 63-jährige frühere Ordinationsassistentin das Ende. Im Speziellen widmete sie sich dem Ferienspiel im Sommer, aber auch der „Gesunden Gemeinde“ sowie dem Bildungs- und Heimatwerk, wo sie nach wie vor die Ortsleitung innehat: „Diese werde ich aber auch zurücklegen.“

Auf ihre Zeit im Gemeinderat blickt sie mit Stolz zurück: „Sie war geprägt von Freundschaft, Zusammenhalt und auch einer gewissen Gaudi“, meint sie. Die neue Mannschaft ihrer Fraktion sieht sie gut aufgestellt: „Da sind viele junge, sehr engagierte Leute dabei .“ Und Inputs für das Ferienspiel will sie auch künftig gerne geben, verspricht sie.

Die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates findet übrigens am Samstag, 7. März, um 20 Uhr im Sitzungssaal des Amtshauses statt.