Pitten

Erstellt am 15. August 2018, 05:00

von NÖN Redaktion

Stolpersteine: Gedenken an Tote, Mahnung an Lebende. Das Stolperstein-Projekt, initiiert von der Pittenerin Ruth Contreras, soll für die heutige Bevölkerung ein Mahnmal sein.

Einem ganz besonderen Projekt, das von der Vergangenheit bis in die Zukunft reicht, widmete man sich in Pitten. Mitten im Ort wurden sogenannte „Stolpersteine“ verlegt, die an schwere Zeiten und deren tapfere Menschen erinnern, gleichzeitig der heutigen Bevölkerung aber auch eine Mahnung sein sollen.

Um dieses Projekt verwirklichen zu können, musste zunächst einmal geforscht werden. „Es darf nicht vergessen werden, dass oft sehr zeitintensive Forschungstätigkeiten die Basis für Formen der Vermittlung und des Gedenkens darstellen“, so Werner Sulzgruber, der bereits in Wiener Neustadt ein solches Projekt umgesetzt hat. In Pitten hat aber vor allem die ortsansässige Historikerin Ruth Contreras zur Verwirklichung des Stolperstein-Projektes beigetragen.

Zwei Jahre lang geforscht

Zwei Jahre lang wurde zum Thema „Die jüdische Bevölkerung in der Region Bucklige Welt – Wechselland“ geforscht. Dabei wurden die jüdische Vergangenheit sowie einzelne Schicksale von Juden bearbeitet. Die Ergebnisse der Forschung sollen neben dem „Museum für Zeitgeschichte“ in Bad Erlach auch beim großen Festjahr in Pitten 2019 einfließen, und zwar in Form von Gedenksteinen, auch „Stolpersteine“ genannt.

Die Historikerin Ruth Contreras hat sich dem Projekt besonders verbunden gefühlt. Und das nicht, weil sie selbst Jüdin ist, sondern weil ihr die wertvolle Erinnerungsarbeit besonders am Herzen liegt.

Insgesamt vier Steine sind es, die von Künstler Gunter Deming in Pitten verlegt wurden und nun an Menschen erinnern sollen, deren Leben qualvoll geendet hatte (siehe Infobox).