Parteien fordern „Transparenz“ und „volle Aufklärung“. Weiß gefärbte Bäche lassen in und rund um Gloggnitz nach wie vor die Wogen hochgehen. Wie berichtet, sorgt ein Wasseraustritt bei der Baustelle des Semmering-Basistunnels für die Verfärbung. Das alles sei „unbedenklich“, wie die ÖBB betonen.

Von Philipp Grabner und Tanja Barta. Erstellt am 10. Juli 2019 (13:11)

SPÖ-Bezirksparteivorsitzender Rupert Dworak sowie die Abgeordneten Christian Samwald und Andrea Kahofer fordern in einer Presseaussendung „rasche Maßnahmen zur Behebung des Wassereinbruchs“ sowie „volle Transparenz bei der Klärung der Umstände“. Sein Wissensstand, so Christian Samwald, sei „ausreichend, um festzuhalten, dass Verluste im Fischbestand und wohl auch für die weiterführende Nahrungssituation für die Fische ein nachhaltiger Schaden entstanden sind“, meint der Landtagsabgeordnete.

Bundesrätin Kahofer hofft ebenso auf eine rasche Klärung: „Die ÖBB hat mir zugesichert, dass aus derzeitiger Sicht keine toxischen Stoffe in die Natur gelangt sind, ebenso bin ich mit den Behörden von der BH Neunkirchen intensiv im Gespräch und werde über alle Maßnahmen informiert. Die Behörden arbeiten auf Hochtouren, es werden Proben genommen und Messungen durchgeführt. Wie lange die Situation anhalten wird, kommt darauf an, wieviel Zeit die Bauarbeiter mit dem Abdichten des Lecks benötigen. Alle hoffen, dass die Situation rasch normalisiert werden kann."

Für ÖVP-Landtagsabgeordneten Hermann Hauer ist vor allem eines klar: „Die Kommunikation zwischen ÖBB und Öffentlichkeit muss viel transparenter werden!“ Zudem fordert er, den Austritt schnellstmöglich zu stoppen: „Die Bevölkerung ist vollkommen verunsichert und das auch zurecht. Laut meinen Informationen besteht aber keinerlei Gefahr!“, so Hauer. Dennoch hätte er sich in dieser Causa ein „besseres Vorgehen“ seitens der ÖBB erwartet, so Hauer.

Seitens der ÖBB wird betont,  dass das Wasser „unbedenklich und ungiftig“ sei und man mit „Hochdruck“ an einer Lösung arbeite. „Wir haben unsere Experten vor Ort und es ist so, dass wir eine der bestgeprüften Baustellen in Österreich sind.

Das heißt, die Behörden prüfen ständig und wir sind in ständigem Kontakt mit den Behörden“, so Karl Leitner, Pressesprecher der ÖBB, gegenüber dem ORF NÖ.