Sparkasse: Spende an Bergrettung statt Werbegeschenken. Die Sparkasse Neunkirchen greift der Bergrettung Niederösterreich/Wien finanziell unter die Arme: Das Bankinstitut verzichtete weitestgehend auf Werbegeschenke für Erwachsene und spendete dafür 10.000 Euro an die Organisation, die zwischen Mai und Oktober diesen Jahres NÖ-weit über 320 Mal zu Einsätzen ausrücken musste.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 03. Dezember 2020 (14:38)
Bergrettungs-Landesleiter Matthias Cernusca bei der Spendenübergabe durch die beiden Sparkassen-Vorstandsdirektoren Peter Prober und Gertrude Schwebisch.
Georg Krewenka

Die Coronakrise forderte die Bergrettung Niederösterreich/Wien in den letzten Monaten ganz besonders – durch die Covid-19-Bestimmungen waren mehr Menschen in den heimatlichen Bergen unterwegs. Das schlägt sich auch in der Bergrettungs-Einsatzstatistik nieder: Zwischen Mai und Oktober mussten die Ortsstellen des Bezirks Neunkirchen insgesamt 168 Einsätze abarbeiten, um zehn mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Noch deutlich fallen die Zahlen NÖ-weit aus: Im gesamten Bundesland musste die Bergrettung 326 Mal ausrücken – das sind 73 Einsätze mehr als 2019.

Neues Fahrzeug für Ortsstelle Reichenau

Um die Arbeit der Bergrettung finanziell zu unterstützen, stellte sich die Sparkasse Neunkirchen anlässlich der heurigen Weltsparwochen mit 10.000 Euro ein – die Übergabe fand bereits statt, im Rahmen eines virtuellen Pressegesprächs am Donnerstagnachmittag zogen Spitzen von Bergrettung und Sparkasse eine positive Bilanz ihrer Kooperation. Laut Landesleiter Matthias Cernusca wird der Spendenbetrag für neue Einsatzbekleidung sowie technisches Einsatzmaterial eingesetzt. „Die Ortsstelle Reichenau kauft außerdem ein neues Einsatzfahrzeug an, auch hierfür wird ein Teil verwendet“, berichtete der Landesleiter im Gespräch mit NÖN.at. Finanzielle Zuschüsse wie diese seien besonders wichtig, so Cernusca: „Von der Einsatzverrechnung alleine können wir nicht leben.“ Aktuell sind rund 500 Personen im Bezirk Neunkirchen für die Bergrettung aktiv.

150-Jahr-Jubiläum im Jahr 2021 wartet

Die Sparkassen-Vorstandsdirektoren Gertrude Schwebisch und Peter Prober zeigten sich vom eingeschlagenen Weg überzeugt – denn bereits seit etlichen Jahren verzichtet man am Weltspartag weitestgehend auf Werbegeschenke für Erwachsene. Stattdessen wird eine stattliche Summe für den guten Zweck gespendet, zuletzt etwa auch für andere Blaulichtorganisationen wie das Rote Kreuz oder den Arbeiter-Samariter-Bund. „Die Bergrettung leistet sehr gute Arbeit, wir verzichten daher gerne auf Geschenke und tun etwas Gutes in der Region“, so Sparkassen-Vorstandsdirektor Peter Prober. Auch im kommenden Jahr will man einen ähnlichen Weg gehen – schließlich feiert das Bankinstitut im kommenden Jahr das 150-jährige Jubiläum.