FPÖ will lokale Betriebe unterstützen. FPÖ will Gutscheine von örtlichen Unternehmen kaufen. Eine Idee, die beim Ortschef allerdings auf wenig Gegenliebe stößt.

Von Elfi Hagenbichler. Erstellt am 29. November 2020 (04:34)
Robert Toder, stellvertretender FPÖ-Bezirksparteiobmann und Gemeinderat.
FPÖ

Eine Aktion aus der Bundeshauptstadt will sich die FPÖ St. Egyden zum Vorbild nehmen: Im Sommer 2020 investierte Wien 40 Millionen Euro zur Unterstützung der lokalen Unternehmen durch Gratis-Gutscheine für die lokale Gastronomie an die Haushalte. Dieses Modell nimmt sich die FPÖ zum Vorbild und fordert die Gemeinde auf, für jeden St. Egydener Haushalt einen Gutschein im Wert von 40 Euro bei örtlichen Unternehmen anzukaufen.

„Durch den aktuellen Lockdown leiden auch die St. Egydener Unternehmer enorm“, macht sich FPÖ-Gemeinderat Robert Toder Sorgen, die Gutscheine könnten nach dem Lockdown zur Verteilung gelangen und bei den lokalen Betrieben eingelöst werden: „Das würde den durchwegs kleineren Unternehmen in unserer Gemeinde helfen, die schlimmen wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns besser zu verkraften.“

Wilhelm Terler, Bürgermeister in St. Egyden am Steinfeld. Gemeinde
Gemeinde

Die SPÖ befürworte grundsätzlich Maßnahmen zur Unterstützung lokaler Unternehmen, die von der FPÖ vorgeschlagene Aktion sprenge allerdings den finanziellen Rahmen der Gemeinde und könne nur auf Landesebene sinnvoll realisiert werden, betont SPÖ-Gemeinderat Johannes Tinhof. Nicht nachvollziehen kann Bürgermeister Wilhelm Terler (ÖVP) die Forderung der FPÖ: „Es nützt nichts, diese Unterstützungen nach dem Gießkannenprinzip auszuteilen. Sinnvoller ist es, den lokalen Unternehmen gezielt unter die Arme zu greifen.“

So habe die Gemeinde etwa die Mieten für das Dorfcafé und den Friseursalon in Saubersdorf während des Lockdowns ausgesetzt. Geplant sei auch, anstelle der Weihnachtsfeier der Gemeinde Gutscheine für das Hotel-Restaurant Schwartz auszugeben und an lokale Unternehmen Aufträgen zu vergeben, wie beispielsweise die Sanierung des Gemeindehauses in Saubersdorf, die NÖN berichtete.