Täter erwischt, von Beute fehlt jede Spur. Drogenpärchen aus Wien einen Tag nach dem Sparkassenüberfall verhaftet. Das gestohlene Geld ist noch nicht aufgetaucht.

Von Christian Feigl. Erstellt am 04. Mai 2015 (08:58)
Die Sparkassenfiliale in der Bahnstraße war am Mittwochnachmittag Schauplatz eines bewaffneten Raubüberfalls.
NOEN, Stückler

Ein Drogenpärchen aus Wien steckt hinter dem bewaffneten Banküberfall auf die Sparkassenfiliale in der Bahnstraße: Nur einen Tag nach der Tat klickten für die Beiden auch schon die Handschellen, die Beute in der Höhe von rund 20.000 Euro bleibt aber wie vom Erdboden verschluckt. NÖN.at hatte berichtet:

Tatsache ist, dass die beiden 34-Jährigen bei ihrem bewaffneten Coup am Mittwochnachmittag kurz vor Kassenschluss nicht besonders intelligent vorgingen: Denn als Fluchtfahrzeug benützten sie den auf den Mann zugelassenen Wagen, nicht einmal die Kennzeichen waren gestohlen.

Zudem nahm ein couragierter Augenzeuge die Verfolgung auf, wo sich am Bahnhof der Weg des Pärchens trennte: Während die Frau ausstieg – sie will mit der Tat nichts zu gehabt haben und wartete nur im Auto, während ihr Freund ein Bankgeschäft erledigen wollte –, verschwand der Mann mit dem Auto stadtauswärts, wobei sich danach dessen Spur verlor.

Immerhin konnten die Ermittler am Bahnsteig die Personalien der wartenden Frauen aufnehmen und siehe da: Eine dieser Daten passte auch zum Flüchtigen.

Drogensucht als Motiv angegeben

Der parkte in der Zwischenzeit das Fluchtfahrzeug in einem Waldstück bei Mollram und versteckte sich auf einem Hochstand, bis die Alarmfahndung zu Ende war. Danach fuhr er mit dem Zug nach Hause.

Während die Schlinge der Fahnder in der Zwischenzeit immer enger wurde, kam auch noch „Kommissar Zufall“ zu Hilfe: Denn die beiden mittlerweile zur Fahndung ausgeschriebenen Wiener wurden am Tag nach ihrer Tat im Zuge einer Suchtgiftamtshandlung angehalten, identifiziert und sofort verhaftet.

Das Fluchtfahrzeug und die Softgun konnten schließlich nach stundenlanger Suche im Wald gefunden werden. Von der Beute fehlt allerdings jede Spur. Erschwerend war vorerst der Umstand, dass der Täter aufgrund seines Suchtgiftmissbrauchs kaum fähig zu einer vernünftigen Einvernahme war. Deshalb sind hier noch weitere Erhebungen notwendig. Als Motiv gaben die Wiener ihre Drogensucht an.

Sparkassendirektor Uli Wedl ist froh, dass der Zwischenfall ohne Verletzungen endete: „Das ist bei so etwas immer das Wichtigste. Kompliment auch an die Polizei, dass die Täter so rasch ausgeforscht werden konnten!“