Neues Leben am „Urbanhof“-Gelände. 100 neue Wohnungen sollen statt der ehemaligen Arbeitersiedlung entstehen. Die Natur wird dabei zentrales Thema sein.

Von Christian Feigl. Erstellt am 27. April 2015 (11:12)
100 neue Wohnungen sollen statt der ehemaligen Arbeitersiedlung entstehen.
NOEN, zVg

Es ist ein geschichtsträchtiger Platz, an dem die Siedlungsgenossenschaft Neunkirchen (SGN) am Freitag zum Spatenstich für eine große Wohnanlage geladen hat: Hier befand sich im vorigen Jahrhundert der „Urbanhof“, eine Arbeitersiedlung, wo einst im blühenden Zeitalter der Industrie Hunderte Familien lebten. Zum Schluss war die völlig heruntergekommene Siedlung aber nur noch ein Tummelplatz für Ratten und Rehe.

„Die Natur wird viel Platz und Raum haben"

Ein Vorzeigeprojekt mit hoher Lebensqualität will SGN-Vorstandschef Martin Weber hier auf dem 18.000 Quadratmeter großem Gelände, das bereits auf Ternitzer Stadtgebiet liegt, errichten: „Als Nachbar liegt uns dieses Projekt natürlich sehr am Herzen. Die Natur wird viel Platz und Raum haben. Große Bäume werden im neuen Projekt weiter Bestand haben und ein großzügiger Innenhofbereich soll für ein angenehmes Flair sorgen. Wir wollen hier etwas Nachhaltiges machen!“

22 Wohneinheiten im ersten Bauabschnitt errichtet

Im ersten Bauabschnitt werden nun 22 Wohneinheiten errichtet, am Ende sollen es insgesamt an die 100 werden. Der Ternitzer Bgm. LAbg. Rupert Dworak ist froh, mit der SGN einen verlässlichen Partner gefunden zu haben: „Leider haben sich die letzten Besitzer des Urbanhofs nicht mehr allzu sehr darum gekümmert“, erinnert er an den Vorfall eines Winters, wo die Stadt die dortigen Bewohner mit Notunterkünften versorgen musste. Umso sehr freut er sich nun auf den Impuls, der auch die Bauwirtschaft ankurbeln wird.


Projekt-Details

  • erster Bauabschnitt: 22 Wohneinheiten in drei Wohngeschossen mit einer Nutzfläche von 1.634 Quadratmeter.

  • Bauweise: Holzriegelbau, Pultdach, Holz-Alu-Fenster mit dreifach Isolierverglasung.

  • Ausstattung: Wohnküche, Zimmer, Vorraum, Bad, WC, Fliesen und Fußbodenheizung.

  • Heizungsart: Fernwärme.

  • Bauzeit: 12 Monate, geplanter Baubeginn ist der 11. Mai, geplantes Bauende ist der 31. Mai 2016.

  • Förderungsart: Förderungsmodell MH-Neu.

  • Gesamtinvestitionsvolumen: ca. 18 bis 20 Millionen Euro.

  • Gesamtbauzeitende: geplant 2021.