Bahnunterführungs-Projekt vorerst auf Abstellgleis. Geplante Bahnunterführung wurde aus Kostengründen verschoben.

Von Tanja Barta. Erstellt am 12. Juli 2019 (05:45)
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SPÖ-Stadtchef Dworak stört die Verschiebung des Baubeginns nicht.

Mit dem Semmering-Basistunnel sollen über die Südbahnstrecke, die zum Teil durch die Stadtgemeinde führt, noch mehr Züge in Betrieb genommen werden. Für einige Bahnschranken in Ternitz bedeutete das das „Aus“. So auch in Rohrbach und Pottschach, wo eigentlich in diesem Jahr Bahnunterführungen gebaut werden sollten. Während man in Rohrbach bereits Ergebnisse sieht, ist in Pottschach aber noch immer alles beim Alten. Zu hohe Kosten sollen der Grund für die Verschiebung sein.

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Nun stehen die Verkehrsteilnehmer doch länger als gedacht vor den geschlossenen Bahnschranken. Mit einem Baubeginn der Unterführung in Pottschach wird nämlich erst im Jahr 2020 gerechnet. Tanja Barta

„Als das Projekt fertig geplant war, waren die Kosten ganz einfach exorbitant. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben sich daher entschlossen, alles nochmals neu auszuschreiben“, so SPÖ-Bürgermeister Rupert Dworak über die Verzögerung des Baustarts. Dies bestätigt auch ÖBB-Pressesprecher Karl Leitner. Um wie viel die Kosten überschritten wurden und welches Limit sich die Bauträger dabei gesetzt haben, wollte er nicht sagen. „In Abstimmung mit unseren Partnern publizieren wir Kosten erst, wenn das Projekt als Ganzes steht“, so Leitner weiter.

Wichtig sei Stadtchef Dworak bei diesem Thema aber vor allem eines: Der Bau sei nur verschoben, aber nicht aufgehoben. Auch die Bundesbahnen haben der NÖN bestätigt, dass der Baustart nun mit 2020 geplant ist. Ein genauer Zeitpunkt stehe aber bis dato noch nicht fest. Über die Verschiebung ist der Stadtchef nicht unglücklich: „Mit der Baustelle in Rohrbach haben wir schon eine große Baustelle. Darum ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn in Pottschach erst 2020 begonnen wird und Rohrbach dann schon fertig ist“, meint Dworak.

Verkehrskonzept Alpengasse steht

Viele Diskussionen und sogar Unterschriftenaktionen gab es rund um die Alpengasse. Hier soll nämlich ebenfalls der Bahnschranken geschlossen werden, was für viele Anrainer aber nicht in Frage kommt. Denn um von einer Seite der Gleise auf die andere zu kommen, müssten diese nun einen viel weiteren Weg auf sich nehmen. Aber auch hier gibt es laut SPÖ-Bürgermeister Rupert Dworak bereits eine neue Lösung. „Diese liegt uns vor und wird dann im September auch der Öffentlichkeit vorgestellt. Bis die Unterführung in Pottschach aber nicht fertig ist, wird dieser Bahnschranken auch nicht geschlossen“, meint er.