Siedlung wird zu Gartenstadt. Geschichtsträchtige Dreiersiedlung wird mit einem neuen Konzept ausgestattet.

Von Tanja Barta. Erstellt am 26. April 2019 (04:42)

Die „Dreiersiedlung“ ist in der Stadtgemeinde allbekannt. Noch in den Kriegsjahren ist sie entstanden, bot später zahlreichen Arbeiterfamilien Unterkunft. Heute ist sie jedoch „Sorgenkind“ in Ternitz, ein neues Konzept soll das aber verändern.

Bereits seit Jahren ist die Siedlung ein Thema. Die dortigen Bauten sind zum Teil schon sehr in die Jahre gekommen und nur noch abrissreif. Die Substanz anderer Bauten ist hingegen noch in Ordnung, könnte aber auch etwas Verschönerung vertragen. „Außerdem weiß man, dass es in diesem Bereich auch zahlreiche Probleme gibt. Viele Kulturen wohnen hier zusammen, Migration ist immer wieder Thema“, so SPÖ-Bürgermeister Rupert Dworak.

„Hier muss es gelingen, der ehemals stolzen Arbeitersiedlung wieder Leben einzuhauchen!“ Rupert Dworak, SPÖ-Bürgermeister.

Um das Zusammenleben zu vereinfachen und das Potenzial der geschichtsträchtigen Siedlung ausschöpfen zu können, will die zuständige Genossenschaft „Wohnungs- & Siedlungsanlagen GmbH Schwarzatal“ ein Konzept entwickeln. Plan ist es, die Dreiersieldung schrittweise zu einem modernen, zeitgemäßen Wohnpark im Grünen zu verwandeln.

Um erste Schritte überhaupt planen zu können, hat die Genossenschaft das Planungsbüro „raum & kommunikation GmbH“ ins Boot geholt. Dabei wird Robert Korab verschiedenste Ideen und Szenarien für die Siedlung entwickeln. „Wir wollen kreative, aber gleichzeitig auch realistische und finanzierbare Ideen auf den Boden bringen, ein gemeinsames Bild entwickeln und damit den Wohnpark Dreiersiedlung attraktivieren“, so Martina Drescher, Direktorin der Siedlungsgenossenschaft.

Eine ungefähre Vorstellung, was man aus der Siedlung machen könnte, gibt es schon: Sie soll zur Gartenstadt werden. „Gerade die ‚Dreiersiedlung‘ hat derzeit ein wenig attraktives Image. Hier muss es gelingen, der ehemals stolzen Arbeitersiedlung wieder neues, pulsierendes Leben einzuhauchen“, so SPÖ-Bürgermeister Rupert Dworak. Ein endgültiges Konzept soll im Laufe des nächsten Jahres fertig sein. „Man muss sich das nun ganz genau anschauen, wie es weitergeht“, meint Dworak.