Rupert Dworak: „Hätten Schutzweg gerne erhalten!“. Fußgängerübergang in Franz-Dinhobl-Straße in Ternitz musste entfernt werden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. April 2021 (03:23)
Der Schutzweg im Kreuzungsbereich der Arbeitergasse und Franz-Dinhobl-Straße wurde bereits entfernt.
Nadine Gasteiner, Nadine Gasteiner

Einen Schutzweg weniger gibt es seit einigen Tagen in der Franz-Dinhobl-Straße. Im Zuge einer Verkehrsverhandlung entschied ein Sachverständiger, dass der Fußgängerübergang zur Verkehrssicherheit entfernt werden muss. Die Stadtgemeinde bedauert diese Entscheidung.

Eigentlich sollte nur die Kurzparkzone im Bereich der Franz- Dinhobl-Straße/Arbeitergasse von einem Sachverständigen unter die Lupe genommen werden. Da sich in diesem Kreuzungsbereich auch ein Schutzweg befand, wurde dieser ebenfalls überprüft. Die Stadtgemeinde wollte daraufhin den Schutzweg, der über eine Landesstraße führt, sanieren. „Angedacht war eine behindertengerechte Ausführung sowie die Installation einer ausreichenden Beleuchtung“, so der dafür zuständige SPÖ-Stadtrat Gerhard Windbichler.

Daraufhin wurde vom Amtssachverständigen eine Verkehrszählung angeordnet, dich nicht zugunsten der Stadtgemeinde ausfiel. Zwar sind in diesem Bereich viele Fahrzeuge unterwegs – an einem Morgen waren es über 814 –, die Anzahl der Fußgänger hielt sich im selben Zeitraum mit zwölf allerdings in Grenzen. „Der Amtssachverständige hat in seiner Begründung ausgeführt, dass nur ein reges Fußgängeraufkommen für die Anhaltebereitschaft der Fahrzeuglenker entscheidend und deshalb der Schutzweg an dieser Stelle negativ im Sinne der Verkehrssicherheit ist“, so Windbichler.

Die Bezirkshauptmannschaft hat deshalb die Entfernung des Übergangs in Auftrag gegeben. „Gerne hätten wir diesen Schutzweg für unsere Bevölkerung erhalten und auch die Kosten für die baulichen Maßnahmen übernommen. Dennoch nehmen wir die Entscheidung des Sachverständigen selbstverständlich, jedoch bedauernd, zur Kenntnis, obwohl sie für mich völlig unverständlich ist“, bedauert SPÖ-Bürgermeister Rupert Dworak die Auflösung des Schutzweges.

Verärgert über die Entfernung des Fußgängerübergangs zeigt sich auch NEOS-Gemeinderat Ilhami Bozkurt. Ihm ist es ein Anliegen, „den Schutzweg zu erhalten“, wie er sagt.