Tierheim platzt aus allen Nähten. Elisabeth Platzky, Tierheim-Leiterin, weiß nicht mehr wohin mit den vielen Tieren.

Von Tanja Barta. Erstellt am 10. September 2019 (05:10)
Tierheim Ternitz
Für die kleine Lea kam die Hilfe in allerletzter Sekunde. Sie hatte bereits tiefe Wunden am Hals. Doch laut Platzky befindet sich das kleine Tier mittlerweile außer Lebensgefahr.

Mit einem großen Problem sieht sich Tierheim-Chefin Elisabeth Platzky schon seit Juni konfrontiert. Der Platz im Tierheim wird immer enger. 127 Tiere werden derzeit betreut, bei normalen Zeiten sind es um die 80.

Vor allem durch das Bringen oder den Fund von Katzenbabys sowie dem Beschlagnahmen von Hunden platzt das Tierheim beinahe aus allen Nähten. „So stark hatten wir das noch nie. Man kann es eigentlich auf nichts zurückführen“, kann sich Platzky diesen Ansturm auf das Tierheim nicht erklären.

Bemerkbar sind vor allem die zahlreichen Abnahmen von Hunden durch die Behörden. „Die Tiere muss ich dann aufnehmen, weil sie in den Zuständen, in denen sie bisher lebten, einfach nicht bleiben können“, gibt Platzky Einblick.

Aber auch Katzenbabys, meistens samt Mutter, wurden in den letzten Wochen vermehrt ins Heim gebracht. „Manchmal finden wir die Jungtiere aber auch alleine auf. So auch ein ganz junges Katzenbaby, das sogar eine Wunde am Hals hatte. Sie ist aber eine ganz tapfere Kämpferin“, so Platzky. Ausweichmöglichkeiten für die Tiere gibt es nur noch in Baden und Wiener Neustadt. Aber auch diese Einrichtungen seien bereits überfüllt.