Sandra König: „Ferien wie in der Kindheit“. Ö3-Stimme Sandra König widmet sich abseits des Mikrofons mit viel Leidenschaft dem Yoga. Über ihre Beziehung zum Bezirk sprach sie mit der NÖN.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 10. April 2021 (04:23)
Sandra König
Gasteinertal Tourismus GmbH, Marktl Photography

Dass Sie frühmorgens ohne gröbere Schwierigkeiten von daheim ins Büro kommen, haben Sie möglicherweise zu einem gewissen Teil ihr zu verdanken: Sandra König, die an der Seite von Robert Kratky u. a. den „Ö3-Wecker“ moderiert. Einer ihrer Parts ist dabei das regelmäßige Verkehrs-Update.

Zum Bezirk Neunkirchen hat die 45-Jährige eine ganz spezielle Beziehung: Zwar hat sie selbst hier nie gewohnt, doch sind ihre Mutter sowie ein Teil ihrer Familie in Trattenbach verwurzelt. „Ich habe als Kind sämtliche Ferien und Wochenenden in Trattenbach verbracht und das kleine Haus gegenüber dem Bauernhof meiner Familie ist noch immer mein Nebenwohnsitz, den ich jetzt gerne mit meinen Kindern besuche“, erzählt die sympathische Ö3-Moderatorin gegenüber der NÖN. Ihre Lieblingsplätze in der kleinen Feistritztalgemeinde sind eng mit Kindheitserinnerungen verbunden: „Skifahren beim Dissauer am Feistritzsattel, eine Wanderung auf den Sonnwendstein, Mittagessen beim ,Kummerbauer Stadl‘ – Ferien wie damals. Das mag ich sehr“, schwelgt König, die mit ihrem Lebensgefährten und den beiden Kindern in Klosterneuburg bei Wien lebt, in Erinnerungen.

Zweites Standbein mit Yogastudio

Beruflich hat sich König im Jahr 2019 mit ihrem eigenen Yogastudio „Yogamotion“ in Klosterneuburg ein zweites Standbein geschaffen. Der Sport sei für sie „der perfekte Gegenpol zum Job beim Radio“, meint König: „Im Ö3-Studio ist alles immer sehr laut, sehr hektisch, volle Konzentration ist gefragt. Der ,Wecker‘ ist vier Stunden Stress pur. Ein kleiner Marathon jeden Morgen. Beim Yoga schaffe ich es, abzuschalten und Kraft zu tanken.“ Über ihre Leidenschaft zu Yoga hat die Absolventin eines Publizistik- und Germanistik-Studiums auch ein eigenes Buch geschrieben. „Jeder von uns wünscht sich Leichtigkeit und Gelassenheit , Körper und Geist in Balance – dabei können Yoga und Morgenroutinen sehr gut helfen“, ist die Journalistin, deren berufliche Wege sie vor Ö3 zu diversen Privatradios sowie zum Fernsehen geführt hatten, überzeugt.

Gasteinertal Tourismus GmbH, Marktl Photography

Ihren Hauptjob beim Radio kann man übrigens zweifelsohne als „Traumberuf“ bezeichnen – schließlich wollte König schon als Kind beim Radio arbeiten. Ihr Tipp an angehende Redakteure? „An sich selbst glauben. Möglichkeiten nutzen, wenn sie sich bieten. Und wie ein Schwamm Informationen aufsaugen und lernen.“ Mit „Hoppalas“, die zu Live-Sendungen einfach dazugehören, hat König übrigens kein Problem: „Jedem passieren ,Hoppalas‘. Man muss über sich selbst lachen können und das Leben nicht immer so ernst nehmen. Wer keine Fehler macht, kann sich nicht verändern und gerade Veränderungen bringen uns weiter.“

Apropos Veränderung – die brachte für uns alle auch die Corona-Krise, die auch für König „eine Herausforderung“ darstellte, so wie für viele andere auch: „Ich glaube, es ist unglaublich wichtig, darüber zu reden und wir müssen uns dieser Situation stellen und sie annehmen, wie sie ist.“ Dinge, die man gerade nicht ändern kann, anzunehmen, lerne man auch beim Yoga, meint König: „Das hat mir ungemein geholfen. Corona ist jetzt da und ich selbst kann an dieser Krise nichts ändern. Aber wenn ich mich darauf konzentriere, was für mich und meine Lieben wirklich wichtig ist und ich versuche, jeden Moment bewusst zu erleben und zu genießen, kann ich gestärkt und positiv durch diese Pandemie kommen.“ Und dafür, dass wir weiterhin gut durch den Morgenverkehr kommen, wird König auch sorgen – täglich, frühmorgens, im Radio...

  • Buchhinweis: „Guten Morgen, Leben! Deine Morgenroutine. Dein Yoga. Dein perfekter Start in den Tag mit Sandra König“, Kneipp-Verlag.
  • Weiterführende Infos zum Yogastudio: www.yogamotion.at