Grafenbach-St. Valentin

Erstellt am 09. August 2018, 11:17

von Christian Feigl

Bankräuber traute sich beim ersten Mal nicht. Neue Details sind nach dem Überfall auf die Raiffeisenbankfiliale am Mittwochvormittag in Grafenbach, Bezirk Neunkirchen, bekannt geworden.

Feigl

Demnach war der bislang unbekannte Täter bereits kurze Zeit vor seinem Überfall in die Filiale gekommen. Da jedoch auch ein Kunde in der Bank war, traute er sich offenbar den Überfall nicht durchführen. Erst als die Kundschaft das Geldinstitut verlassen hatte, betrat der Bankräuber wieder den Schalterraum und führte den Überfall durch.

LPD NÖ

Dabei bedrohte der die Mitarbeiterin mit einer Faustfeuerwaffe und forderte in bodenständigem Dialekt Geld. Trotz Großfahndung konnte er mit seiner Beute in einem angrenzendem Waldstück entkommen (NÖN.at hatte berichtet). Laut APA verlor sich nach Polizeiangaben seine Spur im Bereich der Motocross-Strecke Grafenbach.

Keine heiße Spur nach Überfall

Rund 24 Stunden später gibt es laut den Ermittlern aber noch keine heiße Spur. So konnten bislang weder die Tatwaffe noch die Perücke, die der Täter beim Überfall trug, gefunden werden.

Da er auch einen Rucksack bei sich hatte, gehen die Ermittler davon aus, dass er sich zumindest Teile seiner Verkleidung auf der Flucht entledigt hat.

Da das Waldgebiet jedoch sehr weitläufig ist, ist die Suche danach schwierig. Unklar ist auch, ob die Flucht in den Wald zu Fuß geplant war, da der Mann von einem Passanten nach dem Überfall kurz verfolgt wurde. Allerdings: Es konnte in unmittelbarer Umgebung kein Fluchtfahrzeug sichergestellt werden.

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Der Täter (siehe auch Bilder oben und links) wird als ca. 20 – 25 Jahre alt, etwa 1,80 m groß und schlank beschrieben. Er sprach ortsüblichen, bodenständigen Dialekt und war bekleidet mit einer hellgrauen Hose, grauem Kapuzensweater, während der Tat trug er Handschuhe.

Weiters führte er einen schwarzen Rucksack bei sich und war mit einer schwarzen Pistole mit silberfärbigem Ring im Mündungsbereich bewaffnet.

Sachdienliche Hinweise werden an das Landeskriminalamt Niederösterreich unter Telefonnummer 059133-30-3333, erbeten.

 

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