Pitten hat sich gegen Umwidmungssperre entschieden. 53,5 Prozent der Pittener haben sich gegen eine Umwidmungssperre und somit gegen eine Bausperre der Firma Hamburger entschieden. Wahlbeteiligung war mit 54,5 Prozent sehr hoch.

Von Tanja Barta. Erstellt am 19. Mai 2019 (15:04)
Tanja Barta
Der Firma Hamburger droht nun keine Bausperre.

Nicht ganz so eindeutig wie erwartet, ist die heutige Volksbefragung in Pitten ausgefallen. Dabei durften die Bürger entscheiden, ob die Gemeinde für einen möglichen Ausbau der Firma Hamburger eine Umwidmungssperre erlassen soll und somit die Firma bei ihrem Vorhaben stoppen könnte.

Über 50 Prozent für "Nein"

Einer der Initiatoren der Befragung war unter anderem Bürgerforum-Gemeinderat Oliver Strametz sowie die Initiative "Wir für Pitten". "Dass nur wir eine so große Anzahl an Bürger mobilisieren konnten, ist unglaublich", freut sich Strametz. Er hat zwar nicht "gewonnen", hätte mit so einer großen Anzahl von Befürwortern (46,5 Prozent) einer Umwidmungssperre aber nicht mehr gerechnet. "SPÖ; ÖVP und die Firma Hamburger haben ja für 'Nein' mobilisiert", meint er.

"Hoffe es kehrt Ruhe ein"

Auf ein ruhiges Weiterarbeiten bei den Themen Hochwasserschutz und Firma Hamburger hofft nun SPÖ-Bürgermeister Helmut Berger. "Ich nehme das Ergebnis so zur Kenntnis. Wichtig ist jetzt, dass alle Wege offen bleiben und die Zusammenarbeit gut läuft", so der Ortschef.

"Votum für Vernunft und Dialog"

Schlussendlich meldete sich auch Cord Prinzhorn, CEO der Mutterfirma von Hamburger, zu Wort: „Wir bewerten den Ausgang der heutigen Volksbefragung als ein starkes Votum für Vernunft und Dialog. Wir danken den Pittnerinnen und Pittnern, die sich für uns und eine gemeinsame Zukunft in Pitten eingesetzt haben.“ Er hoffe nun darauf, dass bis Juni oder August die neue Studie des Pitten Wasserverbandes vorliege. „All jenen welchen uns kritisch gegenüber stehen, möchte ich versichern, dass wir uns mit den unterschiedlichen Bedenken ernsthaft auseinandersetzen werden und jedenfalls offen für das Gespräch, mit jenen des guten Willens sind“, so Prinzhorn.