Bürger-Gespräche für Hochwasserschutz. Haßbachtalstudie nimmt immer mehr Form an. Jetzt konnte die Bevölkerung Wünsche, Anregungen und Ängste äußern.

Von Tanja Barta. Erstellt am 18. Mai 2019 (04:00)
Gemeinde
Vizebürgermeister Peter Liebentritt, Ortschefin Michaela Walla (beide ÖVP), Heinrich Grünwald, Bezirkshauptfrau Alexandra Grabner-Fritz, Wasserbautechniker Jürgen Friessenbichler und Moderator Walter Ströbl.

An drei Abenden hatte ÖVP-Bürgermeisterin Michaela Walla zum Runden Tisch eingeladen. Die Bürger wurden dabei aufgerufen, Erfahrungen, Anregungen und Wünsche rund um die Haßbachtalstudie zu äußern und besprechen zu können. Das Interesse war groß.

„Es geht hier nicht darum, dass ich das Projekt großartig vorstelle. Mir geht es darum, dass Sie mir sagen, wie Sie das Hochwasser erlebt haben. Sie waren hautnah dabei und können mehr darüber berichten“, hat Heinrich Grünwald von der Wildbach- und Lawinenverbauung die Bürger zur Ideensammlung eingeladen.

Er hat das Projekt bereits im Groben geplant und folgendes vorgesehen: Insgesamt sollen im Haßbachtal vier Becken entstehen, die nicht steuerbar sind. „Es wäre nicht sinnvoll, sie zu steuern. Denn im Ernstfall muss dann jemand zum Becken kommen, um es zu öffnen. Und das ist hier nicht überall möglich“, begründet er. Zudem sollen auch einige Maßnahmen entlang des Haßbachs umgesetzt werden, wie zum Beispiel Verbreiterungen oder Ausgrabungen.

Doch bevor es mit den ersten Arbeiten losgeht, will Grünwald noch mögliche Wünsche oder Anregungen aus der Bevölkerung besprechen und noch, wenn es sich ergibt, in das Projekt einfließen lassen. So wurde bei einem der Besprechungen auch die Einmündung des Haßbaches in die Pitten erwähnt. „Hier wollen wir den Bach nicht mehr im rechten Winkel, sondern in einer Kurve in den Fluss fließen lassen. Dadurch entsteht ein Fluss bzw. ein guter Durchzug“, informierte Grünwald.

Grundstücksbesitzer, die für den Hochwasserschutz Gründe hergeben müssen, können bei der Gemeinde jederzeit um eine Begehung bitten.