Erstellt am 13. Juni 2018, 16:00

von Christian Feigl

Bezirk Neunkirchen seit Dienstag im Unwetterrekordbuch. Mit eindrucksvollen Daten zum Unwetterereignis am Dienstag wartet die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) für den Bezirk Neunkirchen auf. Dabei wurden auch einige Negativrekorde aufgestellt.

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Demnach brachten die Unwetter im Bezirk einen Rekordregen: An der ZAMG-Wetterstation in Puchberg am Schneeberg schüttete es in wenigen Stunden 116 Millimeter. Das ist hier die größte jemals gemessene Regenmenge innerhalb eines Tages. Der bisherige Rekord liegt bei 102 Millimeter und stammt vom 5. September 2007. Und dabei gehen die Messungen immerhin bis in das Jahr 1949 zurück. Der Großteil der Wassermassen kam innerhalb von wenigen Stunden zusammen. So regnete es in Puchberg in rund drei Stunden 103 Millimeter. Zum Vergleich: In einem durchschnittlichen Juni regnet es dort im gesamten Monat 120 Millimeter.

An der Wetterstation auf der Rax auf 1.547 Meter Seehöhe wurden am Dienstag 102 Millimeter gemessen. Das ist der zweithöchste Wert der Messgeschichte. Der Rekord liegt hier bei 112 Millimeter und wurde am 23. Juli 2008 registriert. Auch hier schüttete es innerhalb von vier Stunden 83 Millimeter.

Die Unwetter brachten stellenweise auch heftige Windböen. Die stärkste Böe wurde am Dienstag mit 116 km/h an der ZAMG-Wetterstation am Sonnwendstein (1500 m Seehöhe) im Semmering-Gebiet gemessen

Die meisten Blitze gab es am Dienstag in der Steiermark und in Niederösterreich. In der Steiermark registrierte das österreichische Blitzortungssystem ALDIS 4.686 Blitzeinschläge, in Niederösterreich 1.881. Fast die Hälfte aller Blitzeinschläge Niederösterreichs gab es bei den Unwettern im Bezirk Neunkirchen. Hier schlug am Dienstag 865 Mal ein Blitz ein.