Zwei Jahre Haft für drogensüchtigen Billa-Räuber

Erstellt am 03. Oktober 2022 | 16:00
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Diese Billa-Filiale wurde von dem Angeklagten überfallen.
Foto: Tanja Barta
Am 4. Juli hat ein 21-Jähriger den Kassierer beim Billa beraubt, indem er diesen mit einem Küchenmesser bedrohte und zum Öffnen der Kassa zwang. Der Täter konnte mit 1.305 Euro Beute entkommen. Am Montagvormittag wurde er vor Gericht zu zwei Jahren Haft verurteilt.

 Der Angeklagte bekannte sich schuldig und gab an, dass er in Folge von Drogenkonsum an paranoider Schizophrenie leide und an dem Tag schon „zwei Lines“ intus hatte. „Ich war sehr nervös und wollte noch mehr Kokain, also nahm ich das Küchenmesser mit. In der linken Hand hatte ich das Messer, mit der rechten nahm ich das Geld aus der Kassa.“

Laut Opfer, einem jungen Mann, der mittlerweile seinen Job „auch wegen dem Überfall“ aufgegeben hat, war der Mann mit Kapuze, Sonnenbrille und FFP2-Maske vermummt. „Er hielt das Messer in meine Richtung und sagte ,aufmachen'. Ich habe die Kassa nicht gleich aufbekommen, weil ich so nervös war.“

Der Angeklagte flüchtete mit dem Geld auf einem E-Scooter und fuhr anschließend mit dem Zug nach Wien zum Drogen-Einkauf. Das Messer und den Pullover warf er weg.

Der Mann wurde, auch wegen eines Betrugs rund um den Verkauf von Kopfhörern, zu zwei Jahren Haft verurteilt.