Landesschülervertretung offiziell im Amt. Nach dem ersten Zusammentreffen mit Bildungsdirektor Johann Heuras wollen die niederösterreichischen Schülervertreter voller Elan ihre inhaltlichen Vorhaben umsetzen. Unter anderem sollen die Berufsschulen mehr Gewicht bekommen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 21. September 2020 (15:34)
Nach der Angelobung sprühten die Mitglieder der LSV vor Tatendrang.
LSV

Bildungsdirektor Johann Heuras gelobte in der Vorwoche die diesjährige Landesschülervertretung in der Bildungsdirektion an. Damit sind die Jugendlichen, die ihre Mitschüler aus ganz Niederösterreich vor der Politik vertreten, offiziell im Amt - und sie sprühen vor Tatendrang. "Nach den Wahlen Ende Juni ist die LSV samt der drei LandesschulsprecherInnen Alexandra Bosek (AHS), Justin Stockerer (BMHS) und David Mittmasser (BS) nun offiziell angelobt und kann mit inhaltlichen Vorhaben loslegen". erklärten die Schülervertreter in einer Aussendung. 

Zu ihren inhaltlichen Schwerpunkten zählen dabei die Berufsschulen, die  "heutzutage eine immer größere Gewichtung bekommen".  Daher, so die Meinung der LSV, sollten sie auch mehr Aufmerksamkeit bekommen. Das Team rund um den Landesschulsprecher der Berufsschulen, David Mittmasser, plant dieses Schuljahr die Berufsschulen weiterzuentwickeln und auf die Ansprüche der Schülerinnen und Schüler anzupassen. Zusätzlich zu den Berufsschulen soll auch auf die Berufsorientierung ein Fokus gelegt werden. "Die rechtzeitige und ausreichende Bildung über die berufliche Laufbahn hat einen maßgeblichen Einfluss auf unser Leben, da bereits die Wahl des Schultyps den Weg vorgibt, den wir später einschlagen werden", heißt es in der Aussendung.

Covid-19 als Bewährungsprobe

Zudem muss sich die diesjährige Landesschülervertretung auch mit sämtlichen Vorgehensweisen und Maßnahmen in Bezug auf Covid-19 auseinandersetzen, um im Falle eines Lockdowns oder zunehmender Einschränkungen richtig reagieren zu können. Dazu sei zuallererst eine ausreichende Digitalisierung notwendig, um den Schülerinnen und Schülern Sicherheit zu bieten. Die Landesschülervertretung möchte sich deshalb vor allem für einheitliche und den Forderungen entsprechende Standards einsetzen. 

Die Schülervertreter des Landes im Gespräch mit Bildungsdirektor Johann Heuras.
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Auch der sogenannte Lebensraum Schule ist ein Schwerpunktthema. "Es gibt Tage, an denen die Schülerinnen und Schüler mehr Zeit in der Schule als zu Hause verbringen, weswegen sie sich dort auch wohl fühlen sollen. Es soll sowohl für das körperliche als auch das emotionale Wohlbefinden gesorgt werden, damit man sich in der Schule bestmöglich entfalten kann", betont die Landesschülervertretung nach ihrer Angelobung. So möchte man den 220.000 Schülerinnen und Schüler Niederösterreichs eine gewichtige Stimme geben.