Was bedeuten die Ampelfarben in Niederösterreich?. Woche für Woche blickt das ganze Land auf die Corona-Ampel. Alles dreht sich um die Frage, wo sich die Farbe ändert, und ob sie in einem Bezirk sogar auf „Rot“ springt. Nicht immer ist allerdings klar, welche Maßnahmen mit den Farben einhergehen. Was bedeutet Grün, was ändert sich bei Gelb, Orange oder Rot? Hier ein Überblick:

Von Lisa Röhrer. Update am 23. Oktober 2020 (09:50)
Symbolbild
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Grün oder Gelb: Zeigt die Ampel Grün oder Gelb, bedeutet das geringes bzw. mittleres Risiko in einem Bezirk oder in einer Statutarstadt. Damit gelten die Ende September verkündeten bundesweiten Corona-Maßnahmen. Also Maskenpflicht in Geschäften sowie bei Kundenkontakt. Außerdem gilt die Einschränkung, dass bei privaten Feiern Indoor nur zehn Personen anwesend sein dürfen. Darüber hinaus ändert sich bei Grün oder Gelb in Niederösterreich nichts.

Orange: Blinkt die Ampel Orange, bedeutet das „Hohes Risiko“. Das bringt vor allem Einschränkungen bei Veranstaltungen sowie Sport-Events, außerdem verschärfte Maßnahmen in der Gastronomie. Bei Veranstaltungen sinkt die Zahl der erlaubten Besucher von 1.500 auf 250 (Indoor) sowie von 3.000 auf 1.000 (Outdoor). Bei nicht zugewiesenen Plätzen sind es wie bisher 10 (Indoor) sowie 100 (Outdoor). In „orangen“ Bezirken und Statutarstädten finden Sportveranstaltungen ohne Publikum statt. Zuschauen dürfen dann nur unmittelbare Verwandte der Spielerinnen und Spieler in Nachwuchsligen. Ausgenommen von dieser Regelung sind nur Bundesliga-Spiele, die auch bei Orange weiterhin vor Publikum stattfinden dürfen. Ist ein Bezirk orange, müssen sich Gäste in der Gastronomie verpflichtend registrieren. Das heißt, ein Gästeblatt ist auszufüllen. Die Sperrstunde bleibt aber bei 1 Uhr.

Rot: Wenn die Ampel auf Rot springt – also laut Definition „sehr hohes Risiko“ herrscht, gibt es Änderungen für Kindergärten, Landeskliniken und Pflegeheime. In Krankenhäusern werden auf Geburten-, Kinderabteilungen sowie auf palliativ Stationen die Besuche eingeschränkt. In Pflege- und Betreuungszentren sind täglich maximal zwei Besuche mit je zwei Besuchern möglich, bei besonders betreuungswürdigen Personen, also etwa solchen der Palliativpflege, sind zusätzliche Einschränkungen möglich. Kindergärten bleiben grundsätzlich geöffnet. Es wird Eltern jedoch empfohlen, die Kinder zuhause zu betreuen. Die ursprüngliche angedachte Vorverlegung der Sperrstunde auf 22 Uhr in "roten" Bezirken gilt nun doch nicht. Die Sperrstunde bleibt bei 1 Uhr.