Coronafreie Bezirke und ein Hotspot. In NÖ ist Covid-19 unterschiedlich verbreitet. Im Fokus: Das Postzentrum Hagenbrunn.

Von Veronika Löwenstein, Manfred Mikysek und Christine Haiderer. Erstellt am 19. Mai 2020 (08:53)
Seit Samstag kümmern sich 280 Soldaten, Zivilbedienstete und die ABC-Abwehrkompanie um die Pakete der Post in Hagenbrunn. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner stattete dem Paketzentrum einen Besuch ab.
HBF/Trippolt

Schon 2.785 Menschen in Niederösterreich hatten in den vergangenen Wochen Covid-19. Wie fast 50.000 Tests zeigen. Am Montag beispielsweise waren aber nur mehr 171 Menschen aktiv erkrankt. Seit fast zwei Wochen bleibt diese Zahl nun schon unter 200. Bis Ende April stieg die Zahl der Sterbefälle auf 92, seitdem kamen sechs weitere Fälle hinzu. Und: Die Genesenen werden mehr. Inzwischen sind es bereits über 2.500.

Auch coronafreie Bezirke gibt es in NÖ

In mehreren Bezirken Niederösterreichs gibt es weniger als eine Handvoll Coronafälle. Wie etwa in Scheibbs, Waidhofen an der Thaya, Lilienfeld, Krems und Krems Stadt. In manchen wurden zuletzt gar keine Covid-19-Fälle mehr verzeichnet, wie etwa in Gmünd oder Melk. Zehn sind es etwa im Bezirk Horn und über zehn etwa in Baden, Gänserndorf, St. Pölten Stadt und Mistelbach. Komplett gestoppt werden konnten die Neuerkrankungen allerdings noch nicht. Wie neue Patienten in Schwerpunktkrankenhäusern zeigen – oder auch das Paketzentrum der Post in Hagenbrunn.

Nach einer Häufung von Coronafällen, die NÖN hatte als erstes Medium berichtet, wurden hier 79 der rund 300 Mitarbeiter positiv getestet. 63 davon kommen aus Wien, 16 aus NÖ. In Wien wurden weitere Fälle bekannt, eine Diskussion zur Rolle von Leiharbeitskräften folgte. Inzwischen wurde in Hagenbrunn mit der regelmäßigen Desinfektion des Paketzentrums begonnen. Und: 280 Soldaten, Zivilbedienstete und die ABC-Abwehrkompanie starteten ihren Einsatz. Sie werden in den kommenden zwei Wochen die komplette Mannschaft der Post in der Logistikhalle ersetzen.

Wie die Arbeit läuft, davon überzeugte sich am Montag Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, die bei ihrem Besuch die gute Zusammenarbeit mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte.