Zurückgekehrte Niederösterreicher sind nicht erkrankt. Zwei Männer, zwei Frauen und ein Kind landeten gestern Abend wohlbehalten in Schwechat. Die Personen sollen aus Waidhofen/Ybbs und Krems kommen. Ergebnisse des Virus-Testes werden im Laufe des Tages erwartet.

Von NÖN-Redaktion, APA und Lisa Röhrer. Update am 03. Februar 2020 (13:20)
Ein Transportflugzeug des österreichischen Bundesheeres vom Typ Hercules C-130 mit sieben Österreichern, aus dem chinesischen Coronavirus-Epidemiegebiet Wuhan, an Bord ist am Sonntag am Flughafen Wien in Schwechat gelandet.
APA/BMEIA/MICHAEL GRUBER

Update: Virus-Test fiel negativ aus

Die Untersuchungsergebnisse der sieben österreichischen Rückkehrer aus der Corona-Hochrisikoregion Wuhan wurden zu Mittag bekannt. Sie fielen negativ aus: Die sieben Österreicher sind nicht mit dem Coronavirus infiziert

Wir berichteten: 

Sieben Österreicher sind gestern Abend, Sonntag, wohlbehalten aus dem Coronavirus-Epidemie-Gebiet Wuhan zurückgekehrt. Unter ihnen waren auch fünf Niederösterreicher - laut Auskunft des Außenministeriums ein Paar, das gerade ein Kind erwartet., außerdem eine Frau mit Kind und ein Mann. Die Personen sollen aus Waidhofen/Ybbs und Krems kommen. Sie haben in China rund um das Neujahrsfest, das dort Ende Jänner gefeiert wurde, Urlaub gemacht.

Die Österreicher waren mit 282 weiteren Europäern, darunter Franzosen, Polen, Bulgaren, Briten, Schweden und Belgier, mit einer zivilen Maschine von China nach Südfrankreich geflogen worden. In dem Flieger wurden 20 Coronavirus-Verdachtsfälle gemeldet. Heute konnte aber Entwarnung gegeben werden: „Die waren alle negativ“, informiert das Außenministerium. Die Österreicher wurden dann mit einer Hercules C-130 des österreichischen Bundesheeres, die in Hörsching gestartet war, weiter in die Heimat geflogen.

Dort wurden sie zur Erstversorgung in das Hygienezentrum der Stadt Wien gebracht, wo auch die Abstriche für die Virus-Tests erfolgen sollen. „Alle sind nach wie vor in der Einrichtung in Wien“, sagt Paul Guschelbauer vom Außenministerium auf NÖN-Nachfrage. Untersuchungsergebnisse werden im Laufe des Tages erwartet.

Sollten diese einen Nachweis des Coronavirus ergeben, würden die Betroffenen in die Isolierstation des Kaiser-Franz-Josef-Spitals gebracht. Ansonsten würden die sieben Heimkehrer zumindest zwei Wochen unter Quarantäne gestellt, ob im Hygiene-Institut oder anderen geeigneten Einrichtungen des Gesundheitswesens, würde bis Montagnachmittag entschieden, so die stellvertretende Wiener Landes-Sanitätsdirektorin Ursula Karnthaler. "Mit 14 Tagen sind wir auf der sicheren Seite", erklärte der medizinische Direktor des Wiener Krankenanstaltenverbundes, Michael Binderden, den Zeitraum der Quarantäne.

Lob gab es für den Einsatz des Bundesheeres von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP): "Ich bin sehr froh, dass das Bundesheer unseren Landsleuten hilft. Hier zeigt sich wieder, dass jede Investition in das Bundesheer eine Investition in die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger ist."

Dass es keinen Grund zur Panik gebe, betonte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Trotzdem werde man größte Aufmerksamkeit und Vorsicht walten lassen.