NÖ Spitäler über "systemkritischer Auslastungsgrenze"

In Niederösterreich ist am Donnerstag mit 114 Corona-Intensivpatienten die "systemkritische Auslastungsgrenze" von 33 Prozent der Gesamtkapazitäten überschritten worden.

Erstellt am 25. November 2021 | 11:44
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Das bedeutete einen Anstieg um fünf Personen im Vergleich zu Mittwoch. Von insgesamt 334 Intensivbetten in den Landeskliniken waren laut Landesgesundheitsagentur (LGA) 114 mit Covid-19-Infizierten belegt und 138 mit Nicht-Corona-Patienten. Damit standen den Angaben zufolge 82 freie Plätze zur Verfügung.

Laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) ist bei Überschreitung des sogenannten Schwellenwerts für ein sehr hohes Systemrisiko davon auszugehen, "dass die Covid-19-Patienten bereits in deutliche Konkurrenz mit anderen intensivpflichtigen Patienten treten". Die Zahl der Corona-Patienten auf Normalstationen in Niederösterreich ist von zuletzt 482 auf 461 am Donnerstag gesunken. Zeitgleich meldeten die Behörden aber 21 Todesfälle binnen 24 Stunden in Niederösterreich.

Wie bisher werden elektive Eingriffe verschoben, damit Personal auf den Intensivstationen zur Verfügung steht. Im Bedarfsfall könnte auf Kräfte im Ruhestand zurückgegriffen werden. Fast ein Viertel der seit Anfang 2017 pensionierten Ärzte und diplomierten Pflegekräfte hat sich auf Anfrage der LGA bereit erklärt, im Notfall zu helfen. "Sollte zusätzlicher Bedarf bestehen, werden in den Kliniken weitere Kapazitäten für Corona-Patienten geschaffen", teilte die LGA auf Anfrage mit.