NÖ Zahnärzte fordern FFP3-Masken. Durch die Art ihrer Arbeit sind Zahnärzte besonders gefährdet. Ohne Masken müssten sie Maßnahmen setzen, warnt NÖ-Zahnärztekammer-Präsident Hannes Gruber.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 07. April 2020 (10:25)
Einfache Masken reichen zurzeit bei Zahnärzten nicht aus. Sie brauchen statt dessen FFP3-Masken.
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Bei der Bearbeitung von Zähnen entstehen Aerosolwolken, in denen Staub, aber auch Viren oder Bakterien enthalten sein können. Das Problem ist, dass Coronaviren auch in diesen Aerosolen übertragen werden können. Damit sind Zahnärzte besonders gefährdet, sich anzustecken. Mund-Nasen-Masken und auch niedrige FFP-Masken reichen nicht aus. Zum Schutz benötigen Zahnärzte die sehr knapp zur Verfügung stehenden FFP3-Masken.

Maskenmangel droht, Sorge groß 

Doch: Die Masken, die Niederösterreichs Zahnärzte vom NÖ Sanitätsstab erhalten haben, werden nach Ostern aufgebraucht sein. Und: Die Österreichische Gesundheitskasse, die Gruber zufolge, von der Bundesregierung beauftragt wurde, Masken für Ärzte und Zahnärzte zur Verfügung zu stellen, kann derzeit keine liefern.

Ausgelöst durch den Tod eines Arztes, ist die Sorge der NÖ Zahnärztekammer und ihrer Mitglieder äußerst groß. „Ohne Masken müssen wir Maßnahmen setzen“, betont NÖ-Zahnärztekammer-Präsident Hannes Gruber. Das könnte auch die Schließung der Zahnarztordinationen bedeuten.

Zurzeit haben niederösterreichische Zahnärzte auf freiwilliger Basis für zahnmedizinisch notwendige Behandlungen (Probleme mit der Zahnspange, abgebrochener Schneidezahn usw.) noch geöffnet. Um das weiter ermöglichen zu können, brauche man aber dringend FFP3-Masken.