Urlaub oder doch Freistellung?. Nach dem Schneechaos wird mehr Unterstützung für die Helfer gefordert.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 22. Januar 2019 (01:24)
Feuerwehr
Rund 2.200 Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehren NÖ waren beim aktuellen Schnee-Einsatz dabei.

In der nächsten Landtagssitzung wollen die Grünen einen Antrag einbringen: Sie werden eine berufliche Freistellung freiwilliger Einsatzkräfte fordern. Arbeitgeber sollen künftig begründen müssen, warum sie auf eine Kraft nicht verzichten können, lautet der Vorschlag von Grünen-Landessprecherin Helga Krismer. Es gehe nicht an, dass Freiwillige dafür Urlaubstage verbrauchen müssen.

"Mit Zwang funktioniert gar nichts"

„Bei allen Überlegungen muss unser Ziel sein, mit den Arbeitgebern ein vernünftiges Miteinander anzustreben und betriebsinterne Vereinbarungen zu treffen. Mit Zwang funktioniert gar nichts“, sagt dazu Franz Resperger, Pressesprecher des Landesfeuerwehrkommandos.

In NÖ wisse man, dass Unternehmer ihren Angestellten auch gerne für länger dauernde Einsätze freigeben, vor allem im Katastrophenfall. Die NÖ Gebietskrankenkasse etwa schenkt ihren Mitarbeitern eine Woche bezahlten Sonderurlaub für Ausbildung und Einsätze. Bei einem Zwang zur Dienstfreistellung befürchtet die Feuerwehr Probleme für die Freiwilligen, die dann bei der Jobbewerbung benachteiligt werden könnten.

Auf Nachfrage sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, dass im guten Einvernehmen mit den Freiwilligen das bisherige System beibehalten werde.