Virologe Norbert Nowotny: „Zahlen werden steigen“. Der NÖ Virologe Norbert Nowotny blickt besorgt auf die bevorstehende Öffnungen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 13. Mai 2021 (05:23)
Norbert Nowotny rät, Zahlen niedrig zu halten.
privat

NÖN: Sie halten die Rückkehr an Schulen für richtig. Die anderen Öffnungen sehen Sie kritisch. Warum?

Norbert Nowotny: Öffnungen sind möglich, nur könnte es gefährlich werden, alles gleichzeitig zu öffnen. In Vorarlberg kam es fast zu einer Vervierfachung der Zahlen. Am Land sollten regionale Maßnahmen, in Städten etwa Frequenzerhöhung der Öffis helfen, die Zahlen akzeptabl zu halten.

Hat der Lockdown gewirkt?

Nowotny: Er hat ausgezeichnet gewirkt und wirkt nach. Etwa zehn Tage nach der Öffnung werden die Zahlen wieder zu steigen beginnen. Wir müssen dann darauf achten, dass sie niedrig bleiben – für einen sorgenfreien Juli und August.

Und was ist im Herbst?

Nowotny: Eine deutlich höhere Durchimpfungsrate wird uns zu einem entspannten Herbst verhelfen.

Trotz Mutationen?

Nowotny: Die Impfung bietet einen Basisschutz. Auffrischungen mit zirkulierenden Stämmen werden vor Virusvarianten schützen.