Jagdkommando-Übung erfolgreich beendet. Waffenhändler sind gefasst, Geisel befreit: 40 Soldaten nahmen an Einsatztraining des Österreichischen Bundesheeres teil.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 23. April 2021 (13:54)

Black Hawk, ein Militärflugzeug, Personen in Tarnbekleidung: Das Jagdkommando des Österreichischen Bundesheeres übte von Montag bis Donnerstag in der Stadt St. Pölten und in Teilen des Bezirks St. Pölten-Land. Donnerstagnacht fand das Training in Hausheim bei Oberwölbling sein erfolgreiches Ende. Rund 40 Soldaten mit acht Fahrzeugen nahmen teil.

Übungsszenario war ein terroristisches Netzwerk in einem fiktiven internationalen Szenario. Im Rohrdorfer Kieswerk erfolgte der Zugriff auf ein Waffenversteck, um eine Verbreitung von illegalen Kriegswaffen zu verhindern. Die Befreiung einer Geisel endete am ehemaligen Lagerhausgelände von Hausheim. Der Einsatz des Jagdkommandos erfolgte aufgrund der Gefährlichkeit, der Stärke und der Bewaffnung des Gegners.

Usercontent, Bundesheer/Daniel Trippolt

Das Jagdkommando ist die Spezialeinsatzkraft des Österreichischen Bundesheeres. Die Angehörigen des Jagdkommandos sind speziell ausgewählte, ausgebildete und ausgerüstete Soldaten. Sie erledigen spezielle Aufträge, die nur durch sie durchführbar sind. Die Soldaten erfüllen Aufgaben unter höchster körperlicher und geistiger Belastung, sowohl im Team als auch auf sich alleine gestellt. Sie agieren unter widrigsten Bedingungen wie extremer Kälte, Hitze, Nässe oder Staub. Die Fähigkeit, Probleme unkonventionell und kreativ zu lösen, ist eine Grundtugend eines jeden Jagdkommandosoldaten.

Beim Terroranschlag vom 2. November 2020 in Wien wurde das Jagdkommando durch die Bundesregierung alarmiert und stand bereit, die Exekutive bei der Terrorismusbekämpfung zu unterstützen.