Katastrophenalarm aufgehoben. "So wie es jetzt ausschaut, sind wir mit einem blauen Augen davongekommen!" Sagt Neunkirchens Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Huber am Samstagmorgen im Gespräch mit der NÖN. Gegen Mittag dürfte auch der Katastrophenalarm aufgehoben werden.

Von Christian Feigl. Erstellt am 17. Mai 2014 (09:03)
NOEN, Einsatzdoku.at
Rund zwanzig Einsätze hatten die Feuerwehren während der Nachtstunden zu erledigen. Der Großteil bestand aus Auspumparbeiten. Vorwiegend im Gebiet im Willendorf, Dörfles, Gerasdorf und Neusiedl. Aber auch das Höllental war immer wieder Schauplatz von kleineren Einsätzen in der Nacht.

Niederösterreichweit die meisten Kameraden im Einsatz

Am Freitagnachmittag hat sich die Bezirksverwaltungsbehörde entschlossen, rückwirkend mit 12 Uhr den Katastrophenalarm auszulösen. "Niederösterreichweit hatten wir hier die meisten Feuerwehrkameraden und Wehren im Einsatz", so Huber. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird dieser Katastrophenalarm Samstagmittag wieder aufgehoben.



Denn die Lage entspannt sich zum Glück weiter. Die Pegelstände der Schwarza und Pitten sind rückläufig, Wind und Regen ebenfalls.

Willendorf Krisengebiet Nummer Eins

Vor einer besonderen Herausforderung standen die Einsatzkräfte im Krisengebiet Nummer Eins, der Region um Willendorf. Hier mussten vonm überfluteten Wiesen und Bauernhöfe zahlreiche Tiere gerettet werden. "Die Kühe sind teilweise bis zum Bauch im Wasser gestanden", weiß Huber.

Er ist froh, dass die Katastrophe ohne menschlichen Schaden über die Bühne gegangen ist: Es wird niemand vermisst und es wurde niemand verletzt. Auch große Gebäudeschäden oder Vermurungen blieben zum Glück aus.

Eines hat die Situatiion aber einmal mehr als deutlich gemacht: Die große Schlagkraft der Neunkirchner Feuerwehren. Dem ist sich auch Huber bewusst: "Ich bin stolz auf jede einzelne Feuerwehr und jeden einzelnen Kameraden. Sie haben wieder tolle Arbeit gezeigt und dafür sage ich auch über die NÖN ein herzliches Dankeschön!"